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Verfasser: Gipfelstürmer
Datum: Mittwoch, den 25. Februar 2009, um 12:01 Uhr
Betrifft: Vielen Dank für die Rückmeldungen!

Hallo zusammen!

Ich danke Euch herzlich für Eure Vorschläge. RainerK hat die Grenzen der Handlungsmöglichkeiten meiner Ansicht nach sehr schön auf den Punkt gebracht: „Tricks gehören nun einmal dazu. Das ist in der Kirche nicht anders, als im Wirtschaftsleben. Also fällt man nicht gleich mit der Tür ins Haus, sondern versucht zunächst einmal, eine gemeinsame Basis zu schaffen.“ Im Moment findet man auf vielen aktuellen DVDs die recht witzige Werbung „Raubkopierer haben’s eilig“ (siehe www.youtube.com/watch?v=pZUCF6p-RWw). Darin spricht ein gerade entlassener Strafgefangener in einer Bar eine ihm völlig fremde Frau an und äußert ihr gegenüber direkt den Wunsch, mit ihr eine langfristige Beziehung eingehen zu wollen. Die Szene wirkt deswegen witzig, weil sie absolut realitätsfremd anmutet und das Ansinnen des Mannes von Beginn an zum Scheitern verurteilt ist. Denn so funktioniert weder der Beginn eines romantischen Verhältnisses noch der Beginn einer religiösen Bekehrung. Ich stimme RainerK hier vollkommen zu: So ist nun einmal die Realität. Deswegen wird in der Werbung auch viel mit Bildern, Musik, Geschichten, Witzen usw. gearbeitet. Jedes Unternehmen könnte sich die Ausgaben für Fernsehwerbung gleich sparen, wenn der TV-Spot lediglich aus folgendem nüchternen Schriftzug bestehen würde: „Wir wollen, dass Sie unser Produkt kaufen, damit unsere Firma Gewinn erzielt.“ Dass hinter all dem Werbebemühen von Firmen, der Kontaktaufnahme durch Singles, den öffentlichen Einladungen zu Sommerfesten diverser Parteien oder den Hilfsangeboten verschiedener Kirchen bestimmte Interessen stehen, dürfte klar sein. So viel Durchblick würde ich jedem mündigen Bürger zugestehen. Die Feststellung von abendrot („Ziel solcher Angebote ist letztlich doch immer, Kontakt/Interesse …  herzustellen“) kann man somit aus meiner Sicht vorbehaltlos unterschreiben. Deswegen bin ich mir nicht sicher, inwieweit Sappho‘s Forderung („Die Mormonen sollten gleich sagen, dass sie diese Basiskurse in erster Linie anbieten, um an Adressen möglicher Untersucher zu kommen“) den ansonsten üblichen Erwartungen an Firmen, Parteien, Kirchen, … entspricht. Den zweiten Vorschlag von Sappho halte ich jedoch für sehr hilfreich. Auch einige andere Anregungen haben mir gut gefallen. Skippy hat die Sache treffend formuliert: „Dagegen ist die HLT-Kirche ein noch recht junger US-Import und hat schon allein durch ihre rege Missionsarbeit eher den Status einer Sekte. Deshalb ist man hier natürlich skeptisch.“ Mormonen haben’s also schwerer als z. B. Katholiken, mit ihren Sprachkursen auf Akzeptanz zu stoßen. Deswegen ist es vermutlich umso wichtiger, hier mit vernünftigen Angeboten an die Öffentlichkeit zu treten, wenn man sich als Kirche überhaupt auf so etwas einlassen möchte. Ich habe Eure Verbesserungsvorschläge mal zusammengefasst:

1. In den Sprachkursen soll nicht aktiv missioniert werden (Desi 1).
2. Die Lehrer sollten Muttersprachler sein (Desi 1).
3. Es sollten vernünftige Lehrbücher und Lernunterlagen verwendet werden (Desi 1, Alma).
4. Die Kurse sollten regelmäßig stattfinden (Desi 1).
5. Die Kurse könnten in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule oder anderen Kirchen angeboten werden (Sappho).
6. Die Kurse sollten gängigen Standards genügen (Sappho).
7. Die Kurse sollten ein höheres Niveau aufweisen (Alma).
8. In den Kursen sollte die Vermittlung von Grammatikkenntnissen stärker betont werden (Alma).
9. Fehler der Teilnehmer sollten häufiger und konsequenter korrigiert werden (Alma).

Ich meine, dass die Umsetzung dieser Anregungen weitgehend möglich ist. Wie gesagt werde ich mich jedenfalls in meiner Gemeinde dafür einsetzen, dass dies auch geschieht. Danke nochmal für Eure Rückmeldungen. Sie nähren in mir weiter die Hoffnung, dass ein Austausch zwischen Mitgliedern der HLT-Kirche und ehemaligen Mitgliedern trotz extrem unterschiedlicher Auffassungen in vielen Bereichen respektvoll und konstruktiv sein kann.

Viele Grüße

Gipfelstürmer

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