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Seite erstellt am 25.6.22 um 22:43 Uhr
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Verfasser: ThePassenger
Datum: Montag, den 24. November 2008, um 2:17 Uhr
Betrifft: Besuch von den Missionaren

Also, was Du da schilderst, kenne ich sehr gut. Mich haben die Missionare über einen Zeitraum von etwa zwei Jahren besucht, und es war so, wie Du es darlegst: einer wurde "versetzt" oder hatte seine Mission beendet, und anstelle seiner kam ein neuer hinzu.

Dies ist nichts Ungewöhnliches. Meistens, so wie es hier war, kam einer aus Utah oder Idaho oder auch Arizona, der andere mal aus England oder anderen US-Bundesstaaten (Michigan, Texas usw.). Es kann aber, so mein Eindruck, auch andere, pragmatische Gründe geben (der Missionar kommt nicht mit Dir zurecht, und es wäre sinnvoll, jemanden  anders einzusetzen) oder missionsinterne Gründe.

Sie kommen immer zu zweit. Falls nicht, kündigen sie dies an, und es wird ein Gemeindemitglied sein, das sie begleitet, oder, wie bei mir, der Bischof der Gemeinde und auch Gemeindemitglieder aus der Bischofschaft etc.

Sie werden sich mit dir über Passagen aus dem Buch Mormon unterhalten (vielleicht ALMA oder MOSIAH) und dir schrittweise kleine Aufgaben stellen, nämlich das eine oder andere Kapitel im Buch Mormon zu lesen. Darüber wird man sich dann unterhalten wollen. Auch wird man darauf eingehen, was dich interessiert. Sie werden dir etwas über die Geisterwelt erzählen, etwas über die celestiale Herrlichkeit und anderes, und ganz gewiß etwas über Umkehr und Taufe.  Man wird mit dir beten, und zwar so, wie es bei den Mormonen üblich ist, nämlich laut, und man wird auch dich fragen, ob nicht Du ein Eingangsgebet halten möchtest (Du bist der Herr des Hauses).

Sie werden dich zum Abendmahl einladen, wenn sie dich für würdig erachten. Sie werden dich ggf. auch zu anderen Veranstaltungen (Vorweihnachtszeit!) einladen.
Ihre Absicht und Aufgabe besteht letztendlich ja darin, dich zum Glauben zu führen und in dir die Bereitschaft zu erwecken, dich taufen zu lassen.

Ich will damit nicht sagen, daß die Missionare Schlechtes vorhaben. Im Gegenteil: In der Regel sind sie von ihrer Mission überzeugt, und sie sind tief im Glauben. Es hängt von einem selbst ab, und dies ist das Prinzip der Freiheit der Entscheidung, ob man umkehrt und sich taufen läßt. Und ob man somit Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage wird.

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