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der Beitrag:
Verfasser: ibwd
Datum: Montag, den 4. Juli 2005, um 13:50 Uhr
Betrifft: Im Kontext sehen

Wenn man die einzelnen Sätze aus dem Kontext nimmt, könnte man das so sehen wie du, allerdings ist Deine Einschätzung nicht richtig, weil aus dem Zusammenhang
erstens hervorgeht, daß hier über Ehen zwischen Gläubigen und Nichtgläubigen gesprochen wird und
zweitens nicht Sexualität generell verteufelt wird, sondern nur außerehelicher Sex.

Interessant auch übrigens, wie Paulus erklärt, daß der Leib des Mannes zum Eigentum der Frau wird und umgekehrt.
Eine schöne Anregung für das Liebesspiel...

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1. Korinther
7:2    Wegen der Gefahr der Unzucht soll aber jeder seine Frau haben, und jede soll ihren Mann haben.

7:3    Der Mann soll seine Pflicht gegenüber der Frau erfüllen und ebenso die Frau gegenüber dem Mann.

7:4    Nicht die Frau verfügt über ihren Leib, sondern der Mann. Ebenso verfügt nicht der Mann über seinen Leib, sondern die Frau.

7:5    Entzieht euch einander nicht, außer im gegenseitigen Einverständnis und nur eine Zeitlang, um für das Gebet frei zu sein. Dann kommt wieder zusammen, damit euch der Satan nicht in Versuchung führt, wenn ihr euch nicht enthalten könnt.

7:6    Das sage ich als Zugeständnis, nicht als Gebot.

7:7    Ich wünschte, alle Menschen wären (unverheiratet) wie ich. Doch jeder hat seine Gnadengabe von Gott, der eine so, der andere so.

7:8    Ehe mit Heiden - Ehescheidung: 7,8-16

Den Unverheirateten und den Witwen sage ich: Es ist gut, wenn sie so bleiben wie ich.

7:9    Wenn sie aber nicht enthaltsam leben können, sollen sie heiraten. Es ist besser zu heiraten, als sich in Begierde zu verzehren.

7:10   Den Verheirateten gebiete nicht ich, sondern der Herr: Die Frau soll sich vom Mann nicht trennen

7:11   - wenn sie sich aber trennt, so bleibe sie unverheiratet oder
versöhne sich wieder mit dem Mann -, und der Mann darf die Frau
nicht verstoßen.

7:12   Den übrigen sage ich, nicht der Herr: Wenn ein Bruder eine
ungläubige Frau hat und sie willigt ein, weiter mit ihm zusammenzuleben, soll er sie nicht verstoßen.

7:13   Auch eine Frau soll ihren ungläubigen Mann nicht verstoßen, wenn er einwilligt, weiter mit ihr zusammenzuleben.

7:14   Denn der ungläubige Mann ist durch die Frau geheiligt, und die ungläubige Frau ist durch ihren gläubigen Mann geheiligt. Sonst
wären eure Kinder unrein; sie sind aber heilig.
durch ihren gläubigen Mann, wörtlich: durch den Bruder*.

7:15   Wenn aber der Ungläubige sich trennen will, soll er es tun. Der
Bruder* oder die Schwester* ist in solchen Fällen nicht wie ein Sklave
gebunden; zu einem Leben in Frieden hat Gott euch berufen.
15f: Man kann die Stelle auch so verstehen, daß Paulus es für
wünschenswert hält, wenn sich der gläubige Teil jede erdenkliche
Mühe gibt, die Ehe mit dem ungläubigen Partner fortzusetzen. In
diesem Sinn läßt sich übersetzen:

Gott hat euch aber zu einem gemeinsamen Leben gerufen.

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* Ich gehe davon aus, daß hier nicht leiblicher Bruder oder Schwester gemeint sind, sondern daß die Mitglieder sich damals als Brüder und Schwestern bezeichnet haben, wie das bei den HLTs heute noch üblich ist.

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