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Seite erstellt am 20.4.24 um 19:10 Uhr
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Verfasser: abendrot
Datum: Donnerstag, den 16. Juli 2009, um 2:26 Uhr
Betrifft: keine Chance

so eine Beeinflussung ist tatsächlich eine unschöne Sache... nicht zuletzt ist sie auch eine Selbsttäuschung der Erwachsenen, die sich vermutlich einreden, daß ein Kind, welches von klein auf die Gewohnheit des Zeugnisgebens beigebracht bekommt, besonders sicher in der Kirche bleibt. Dabei wird aber nicht berücksichtigt, daß sich in dem Kind (zum Glück!) vermutlich ab einem gewissen Alter auch ein Widerwillen dagegen entwickelt, diese leere Übung mitzumachen. Allerdings muß wohl einiges zusammenkommen, bevor ein Kind bzw. Jugendlicher sich innerlich und später hoffentlich auch äußerlich von der Kirche abwendet.

Es ist in meinen Augen einfach eine unehrliche Angelegenheit, wenn sich Mitglieder über ein solch künstliches "Zeugnis" von Kindern in einer Zeugnisversammlung ernsthaft freuen. Wenn Familien mit ihren Kindern schonmal in der Kirche sind, gibt es wohl keine Möglichkeit, die Kinder vor der Einflußnahme der Kirche zu schützen, außer die Eltern wenden sich von der Kirche wieder ab. Es ist nunmal das Recht von Eltern, alleine darüber zu befinden, welchen Einflüssen sie ihre Kinder aussetzen; darüber soll auch kein Staat entscheiden dürfen, weil sich sowas je nach politischer Richtung durchaus unerfreulich entwickeln kann und einem Staat daher schlicht nicht zustehen sollte.

Als Kindesmißhandlung würde ich so eine Beeinflussung aber noch nicht bezeichnen; als eine verwerfliche Indoktrination allerdings schon.

abendrot

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