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Verfasser: Misery
Datum: Mittwoch, den 13. Januar 2010, um 23:31 Uhr
Betrifft: Erlebtes verarbeiten

> Woher kommt die offenbar z.T. sehr große Motivation, sich auch nach dem Verlassen der HLT-Kirche intensiv mit Ihrer Geschichte und ihrer Lehre zu befassen, sich darüber zu mokieren und darüber aufklären zu wollen?

Für mich hat es etwas mit der Verarbeitung des Erlebten zu tun. Durch meine Erfahrungen in der HLT Kirche bin ich stark traumatisiert, weshalb ich nicht nur therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen muss, sondern gleichsam das Bedürfnis habe, mich mitzuteilen bzw. meine Erfahrungen mit Anderen auszutauschen die ähnliches erlebt haben. Deshalb nutze ich auch dieses Forum, weil man mir hier eher weniger mit Bibelversen antwortet, als vielmehr mit Verständnis und Aufgeschlossenheit.
Und natürlich ist man auch daran interessiert mehr über die Religion zu erfahren, die einen so viele Jahre lang geprägt und als Marionette benutzt hat. Welche Mechanismen waren am Werk, welche Informationen verstecken sich hinter dem Vorhang des Schweigens, welche Ziele verfolgt die HLT tatsächlich...

Warum also soll man schweigend die Gemeinschaft verlassen, wenn es Menschen gibt die genauso darauf hereinfallen könnten wie man es selbst einmal getan hat? Warum habe ich kein Recht mich hier über Themen zu unterhalten, die in der HLT einfach totgeschwiegen werden und "Neulingen" nicht aufgezeigt werden?

> Wer an die Kraft des Gebets glaubt, wird mit größerer Wahrscheinlichkeit gesund

Warscheinlich. Der Placebo-Effekt wird immernoch unterschätzt. Allerdings kosten Placebos wesentlich weniger als die Jahrelange Indoktrination und Zehntenzahlerei in der HLT.

> Mein Glaube ist nicht rational. Aber er hilft mir. Wie mir geht es auch vielen weiteren Menschen.

Das glaube ich dir. "Religion ist Opium fürs Volk", schon immer haben Menschen sich nach dieser Stütze gesehnt und es ist das Recht eines jeden Menschen sich auch für eine Religion zu entscheiden die ihm zusagt. Was mich daran in der HLT wie auch bei vielen anderen Sekten so stört ist, dass die Menschen ausgenutzt werden und die hintergründigen Motivationen falsch sind. Es geht nich um das Wohl des Einzelnen, es geht nur um Macht und um Geld. Deshalb werden die Menschen betrogen und sollten aufgeklärter sein bevor sie erwägen, sich diese Stütze kaufen zu wollen.

> Wie gesagt leben aktive Mormonen in der Regel länger, gesünder und glücklicher

Glücklicher? Zählen dabei auch die vielen Mormonen mit, die Antidepressiva einnehmen? Dann gebe ich dir Recht.
Außerdem denke ich nicht, dass die Dauer des Lebens so ausschlaggebend ist, genausowenig die Gesundheit. Es ist viel wichtiger, was man mit der Zeit anfängt, die man hat. Ich möchte jedenfalls nicht ein oder zwei Jahre länger leben wenn ich dafür mein Leben lang als Marionette einer Sekte fungieren muss.

^v^

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