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Seite erstellt am 5.10.22 um 17:57 Uhr
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Verfasser: JesseX
Datum: Montag, den 11. Januar 2010, um 23:03 Uhr
Betrifft: Ein wahres Wort ...

Hi, Gipfelstürmer. Deinen Beitrag finde ich interessant und wert, sich mit ihm auseinanderzusetzen. Bestimmt werde ich noch mehr dazu zu sagen haben, aber so viel fürs Erste:

Als ich in der jüngsten Zeit (vor etwa zweieinhalb Jahren) Besuch von den Missionaren erhielt, ging die Sache so aus, daß ich zum Ausdruck brachte, von der Sache Abstand nehmen zu wollen, weil mir Informationen in Bezug auf diesen Glauben vorlägen, die mich dazu veranlaßten, vorerst Abstand zu nehmen. Auf die intensiv gestellte Frage Elder Snarrs, welche Gründe dies seien und ob ich sie nicht darlegen könne, antwortete ich, mit Blick auf Elder West, den meine plötzliche revidierte Sichtweise ganz offenbar erschüttert hatte, daß ich niemandem seinen Glauben nehmen wolle.

Ein Elder aus Michigan, einige Zeit später, stellte mir im Verlaufe des Gesprächs die für mich entscheidende Frage: "... , glauben Sie (ich weiß nicht mehr, ob Du oder Sie), daß Jesus der Sohn Gottes ist?" Als ob eine Macht mich am Antworten hinderte, schwieg ich betroffen. Etwa dreißig Sekunden lang, und der Elder aus Michigan löste die Spannung, indem er das Wort ergriff.

Ich denke, daß der Glaube eben die entscheidende Frage ist. Ich weiß nicht, ob ich es jemals schaffe, mich Gott wieder im Sinne des Christus zu nähern. Oft denke ich, daß ich Gott auch so nahe bin und in einem gnostischen Sinne mit Ihm von Zeit zu Zeit im "Dialog" stehe. Was ich hingegen feststellen muß, ist, daß ich mich unbewußt von Ihm entferne. Vielleicht ist es diese Nichtakzeptanz dieses Umstandes, dieses Nicht-Wahrhaben-Wollen einer großen Leere, weshalb manche sich so gegen eine Kirche richten, weshalb sie sich so engagieren. Ich weiß es nicht genau, jeder mag seine Motivation haben. Meine Motivation war es nie, etwas zu zerstören, was vom Grunde her gut ist, und doch: meine Eitelkeit ist meine Schwäche, aber wenigstens habe ich nie meinen Glauben an Ihn, meinen (unseren) Allmächtigen Vater verloren, und das ist immerhin etwas, wie ich mir zu erhoffen wage. Übrigens ist dieser Beitrag nicht zynisch gemeint.

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