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der Beitrag:
Verfasser: Hexe
Datum: Dienstag, den 14. Oktober 2003, um 6:16 Uhr
Betrifft: Meine meinung zur Diskussion

@ Kasina,

Ich respektiere Deine Meinung, auch, wenn ich sie nicht teile, nicht teilen kann! Zum einen, weil ich davon betroffen bin, und zum anderen, weil ich am eigenen Leibe erfahren habe, was Menschen angetan wird in der Mormonenkirche, die sich nicht den mormonischen Vorstellungen beugen wollen oder können. Ich sah auch, und erlebte es am eigenem Leibe, was mit denen geschieht, die als MormonInnen (oder in einer anderen Sekte oder Freikirche) ihr Coming out in der Kirche hatten, und wie wir unterdrückt und bevormundet wurden und immer noch werden!
Ich fand durch die Mithilfe einer sehr lieben Freundin im Internet bei http://affirmation.org, bei „E-Affinity“, dem „Nachrichtenorgan“ der Seite lesbischer und schwuler MormonInnen, die folgende Nachricht:

Prominentes Mitglied von PFLAG und Mormone fragt bei seiner Kirche um Mitgefühl für homosexuelle MormonInnen nach
Eine Pressemitteilung der Gruppe von Eltern, Familien und Freunde von Lesben und Schwulen (PFLAG).

Washington DC, 30. September 2003—Ein Mormone und prominentes Mitglied von PFLAG, sowie ein Vater zweier schwuler Kinder, versuchte, bei dem Präsidenten der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage durch seine Anfrage zu erreichen, das diese Kirche Schwule, Lesben, bisexuelle und transsexuelle (GLBT) Mitglieder akzeptiert.
In einem am 30. September geschriebenem Brief an den Mormonenpräsidenten Gordon B. Hinkley schrieb der aus Utah kommende Dr. Gary Watts- ein hochrespektabler Physiker und Mitglied des nationalen Ausschusses von PFLAG)- über die „Schmerzen, Isolation und Unfreiheit“ die GLBT - Menschen fühlten, weil sie andauernd „ eine unausgesprochene Missbilligung und Missverständnisse von der Kanzel“ hören. Eines Nachmittags, während der 173. Generalkonferenz in Salt Lake City, Watts drängte Präsident Hinkley, das Verständnis und die Akzeptanz von Schwulen, Lesben, bisexuellen und transsexuellen Menschen und ihrer Familien zu fördern.
Dr. Watts und seine Frau Millie sind Zeit ihres Lebens Mormonen, gewannen eine Auszeichnung der US- Menschenrechtsbewegung, bei denen sie ebenfalls aktiv sind. Als sie lernten, das zwei ihrer sechs Kinder homosexuell waren; warfen sie die Position der Mormonen, die lehren, das Homosexualität eine Sünde ist, über Bord, und liebten und akzeptierten ihre Kinder weiter so, wie sie waren. Sie wurden Mitglieder von PFLAG, und wurden, etwas später, Salt Lake Citys Konzessionsmitglieder.
Es ist beachtlich, das über 500000 Mormonen sich zur Gruppe der GLBT zugehörig fühlen, während ihre Kirche immer noch gegen die Gleichberechtigung der Geschlechter, sowie der Anerkennung oder wenigstens der Toleranz gegenüber ihren lesbischen und schwulen Mitgliedern kämpft. Für die Mormonenführung ist Homosexualität eine Wahl und das Resultat schlechter elterlicher Erziehung. Fakt ist, das im Jahre 1994 Kirchenführer Standpunkte veröffentlichten, die gleichgeschlechtliche Beziehungen verdammten, und Mitglieder bedrängten, die sich aktiv für die „Homo- Ehe“ einsetzten. Die offizielle Kirchenpolitik besagt, das sie GLBT- Menschen in ihren Reihen akzeptiert, wenn sie zölibatär leben, oder heterosexuell werden.
Diese Position ist extrem schmerzhaft für alle GLBT- Mormonen und ihrer Familien. Die HLT- Kirche tut nichts, um Hunderte und Tausende von Menschen zu unterstützen, die damit zu kämpfen zu haben, und die damit im direkten Gegensatz zum mormonischen Glauben stehen, die die Heiligkeit und Einheit der Familie betont. Als Vorbereitung auf die Kirchenkonferenzen, unterstützt PFLAG Dr. Watt von ganzem Herzen für seinen tapferen Stand, seine Liebe zu seinen Kindern, und seine unermüdliche Unterstützung, um die Welt ein wenig mehr zu einem toleranteren und mitmenschlicheren ort für alle GLBT- Menschen zu machen.

Eltern, Familien und Freunde von Lesben und Schwulen (PFLAG) ist die in den USA am weitesten verbreitete familienbasierende Organisation, die sich um die Bürgerrechte von Lesben, Schwulen, bisexuellen und transsexuellen Personen kümmert. Gegründet im Jahre 1973 durch Mütter und Väter. PLAG hat 250000 Mitglieder und Unterstützer in insgesamt 500 örtlichen Gruppen in allen fünfzig Staaten der Vereinigten Staaten.

Pressebüro: Alice Leeds, PFLAG Communications aleeds@pflag.org

Hier nun der Brief von Dr. Watts:

September 30, 2003
President Gordon B. Hinckley
47 East South Temple Street
Salt Lake City, Utah 82150-1200
Dear President Hinckley,
As you prepare to welcome members to the 173rd Semi-Annual Conference of the Church of Jesus Christ of Latter-day Saints next month, PFLAG (Parents, Families & Friends of Lesbians & Gays) is hopeful you will be particularly cognizant of members and their families who identify as gay, lesbian, bisexual or transgender (GLBT) persons. Reliable estimates suggest over 500,000 of your members are in this category. Multiply that number by their parents and family members and you will see that significant numbers of your membership are dealing with these issues on a first hand basis. I know from personal experience - as someone raised in the Mormon Church and the father of a gay son and a lesbian daughter - that the Church’s leadership is particularly crucial in promoting understanding and acceptance of GLBT persons and their families.
PFLAG promotes the health and well being of these individuals. Our vision is one that celebrates diversity and envisions a society and culture that embraces everyone, including those of diverse sexual orientation and gender identities. Only with respect, dignity, and equality for all can we reach our full potential as human beings, individually and collectively.
GLBT individuals have been the subjects of overt and subtle discrimination for many years. We are acutely aware of the pain, isolation and disenfranchisement felt by many members upon their discovery of their own same-sex attraction or that of a loved family member. Expressions of disapproval and misunderstanding from the pulpit are particularly painful at conference time. We encourage you to do everything in your power to help these individuals and their family members feel welcome and included. Sincerely,
Gary Watts, M.D.
National Board Member, Parents, Families & Friends of Lesbians & Gays (PFLAG)

Findest Du nun immer noch, das Lesben und Schwule etwas “unnormales” oder “krankes sind?
Wenn Du weiter so denkst, lieber Zvonimir, dann denke ich, muss in Deiner Entwicklung durch die Kirche oder Deiner Eltern (oder beides) etwas schief gelaufen sein, da Dir anscheinend Toleranz und Nächstenliebe, zwei der WICHTIGSTEN CHRISTLICHEN EIGENSCHAFTEN fehlen.

@ Alle,

Was soll das?
Ich dachte, das Thema wäre Homosexualität bei den Mormonen, und nicht SATANISMUS!
Stört sich jemand an meinem Nick?
Wenn dem so ist, möchte ich dazu folgendes sagen:

Ich bin eine Wicca, eine Hexe, und im Gegensatz zu Crowley, der vielleicht gesagt hatte, das der eigene Wille entscheidend ist, sagen wir als feministische Wicca „TU, WAS DU WILLST UND SCHADE NIEMAND!“
Das bedeutet, verantwortungsvoll mit allem umzugehen, was wir tun! Sich zu fragen, welche Auswirkungen ein Ritual, ein Zauber auf mich, die Umwelt und das Leben an sich hat! Es beinhaltet viel mehr, als es beispielsweise die zehn Gebote je tun, die nur nach Regeln lebt, ohne die Eigenverantwortung des eigenen Handelns zu betonen. Regeln sind immer tot, wenn sie nicht mit Leben erfüllt werden!
Aber nun zum Thema Homosexualität.
Ich habe mich gefragt, warum Kasina so denkt?
Ich glaube, das daran die abendländische christliche, frauenfeindliche und sexualitätsfeindliche Kultur (zu denen auch die Mormonen gehören) verantwortlich ist!
Immer dort, wo unterdrückt wird, werden Menschen unfrei und zu Fanatikern! Das sieht man bei den Sekten und vielen „christlichen“ Kirchen (ebenso im Islam und im Judentum, dort, wo es orthodox zugeht), ebenso wie in der Nazizeit und dem Kommunismus sowjetischer Prägung.
Und Kasina ist ein „Kind“ dieser Gesellschaft, und hat deren Normen und Werte verinnerlicht. Mir graut schon die Vorstellung, wie er reagieren könnte, wenn eines seiner Kinder schwul oder lesbisch wäre (oder transsexuell)? Würde er, wie Dr. Watts, seine Kinder weiter lieben und sie akzeptieren, oder würde er sie nicht eher rauswerfen und verstoßen?
Möge die Göttin ihm und seine möglichen Kinder nie vor diese Wahl stellen! Die Kinder würden mir leid tun!!!!

B.

PS: Bitte keine weiteren Sachen mehr zum Thema „Hexen“ etc. schreiben, wenn das Thema etwas anderes ist.

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