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Verfasser: Hexe
Datum: Freitag, den 10. Oktober 2003, um 2:44 Uhr
Betrifft: Homosexualität in der Frühgeschichte der Mormonen

Homosexualität in der Frühgeschichte der Mormonen

Das 19. Jahrhundert kannte nicht die selbe Homophobie, die wir heute kennen. Männer oder Frauen konnten sich in der Öffentlichkeit umarmen und küssen, ohne wegen ihrer Homosexualität verurteilt zu werden. In der HLT- „Kirche“ gab es eine Reihe von Fällen, auch unter Verheirateten, die sich entschlossen hatten, in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung zu leben.
So gab es auch Fälle von Homosexualität nicht nur an der Basis, sondern auch bei den Generalautoritäten der Mormonen. Menschen wie:

·      Evan Stephans (1854-1930) Bild: Stephans mit Pratt

Evan Stephans war viele Jahre lang Leiter des Tabernakelchores, und der Autor vieler Kirchenlieder. Er hatte nie geheiratet, hatte aber viele intensive Beziehungen zu verschiedenen jungen Männern, die teilweise mit ihm lebten und reisten. Als einer dieser jungen Männer auf Mission ging oder heiratete, fand er sehr schnell einen Ersatz. Kurz vor seinem Tode lebte er mit Noel S. Pratt zusammen, der offiziell sein „Haushälter“ war.

·      May Anderson und Louise Felt Bild: May und Louise

Der Fall von Louie Felt (1850-1928) und May Anderson (1864-1946) ist besonders seltsam. Louie war Präsidentin der Primarvereinigung. Als sie 33 Jahre alt war, traf sie May, die gerade aus England im Alter von 19 Jahren emigriert war. Es war „Liebe auf den ersten Blick“. Louie und May wurden intimste Freundinnen, und lebten über dreißig Jahre zusammen, und teilen dasselbe Schlafzimmer. Im Jahre 1890 berief Louie May in die Präsidentschaft der Primarvereinigung als Schriftführerin, und im Jahre 1905 als ihre erste Ratgeberin. Louie und May liebten einander sehr, und hatten keine Angst, ihre Liebe auch öffentlich zu zeigen. Artikel und Gedichte aus den Jahren 1918-19, erschienen in „Childrens Friend“ und „Young womans Journal“, den Zeitschriften der Kirche für Kinder und junge Frauen, legen ein beredtes Zeugnis davon ab.

·      Joseph F. Smith (1899-1964)

Im Jahre 1942 berief Heber J. Grant, damals Präsident der „Kirche“, Joseph F. Smith als Patriarch der Kirche. Als Enkel des Präsidenten Joseph F. Smith und als Neffe des Präsidenten Joseph Fielding Smith, war der Patriarch Smith derjenige, der homosexuell war. In den 20iger Jahren, als er als Lehrer an der Universität von Utah arbeitete, hatte er eine homosexuelle Beziehung mit Norval Service, einen Studenten.. Später ging er eine andere sexuelle Beziehung mit einem jungen Mann ein. Im Jahre 1946 bekannte der junge Mann seine Beziehung zu J. F. Smith, und Präsident George Albert Smith entließ ihn aus seiner Berufung. Er wurde nach Hawaii ins „Exil“ gesandt, und von hohen Berufungen ausgeschlossen, aber niemals exkommuniziert! Im Jahre 1957 wurde er rehabilitiert, und durfte von nun an Berufungen empfangen.

Quelle: http://www.affirmation.org

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