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Beitrag 31 von 38
zum Thema Mal ueber den Zaun geblickt...
Seite erstellt am 20.4.24 um 18:01 Uhr
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der Beitrag:
Verfasser: Renate
Datum: Sonntag, den 6. Januar 2002, um 20:30 Uhr
Betrifft: aber Unsicherheit schenkt uns Demut ...

... und das Erkennen unserer Grenzen. Was ist daran so schlimm?

Hallo Reinhold,

ich will hier versuchen auf deine beiden Beiträge gemeinsam einzugehen.

>hallo dirona,ich versuche darauf zu antworten. hab deinen beitrag erst jetzt gelesen.

Erstmal danke für deine Antwort. Das bin ich von hier hereinplatzenden Mormonen eigentlich nicht gewöhnt und deshalb danke ich dir für deine Antwort ganz besonders!:-)

>von wen soll ich etwas erfahren was mir hilft zu verstehen was das leben soll?es waren meine grosseltern die mich katholisch erzogen hatten,und ziemlich streng.

Ja, ich verstehe sehr gut! Auch ich wurde von meiner Großmutter im streng katholischen Glauben erzogen. Und weil ich sie liebte, liebte ich auch diesen Glauben. Dann konvertierte sie zum Mormonismus, und wieder war ihre Wahl für mich ausschlaggebend. Was wiedermal beweist, dass Menschen, die einem etwas bedeuten, sehr viel Einfluss auf das eigene Leben ausüben. Noch auf ihrem Totenbett beschwor sie mich bei diesem Glauben zu bleiben, weil er der einzig wahre sei. Ich war damals gerade 17 Jahre alt und dementsprechend beeinflussbar. Dazu kam noch, dass sie für mich mein "Lebensmensch" war und ist, dieser ganz besonderer Mensch, dem man nur selten im Leben ein zweites Mal begegnet und dem man unendlich viel zu verdanken hat. (Daran hat sich bis heute für mich nichts geändert. Rückblickend ist sie für mich immer noch der wertvollste Mensch in meinem Leben.)

Ausserdem bekam man immer wieder zu hören, dass Menschen in ihren letzten Lebensminuten die Wahrheit sagen und sozusagen einen Blick hinter die Kulissen schaffen, also Dinge erkennen, die uns Lebenden noch vorenthalten sind. Das alles hat mich damals stark motiviert bei den Mormonen zu bleiben.

Dazu kam selbstverständlich eigene Erfahrung. Ich hatte wirklich ein sehr starkes Zeugnis von der Wahrheit des Glaubens, von der Wahrheit der Kirche. Und es war nicht einfach für mich, als ich zu zweifeln begann. Ich erkannte, dass die "Wahrheit" viele Gesichter hatte, solange man nicht eindeutig erkennen kann, was Wahrheit tatsächlich bedeutet.

>einfach mal so zu leben und zu sterben das war so sinnlos,

Niemand lebt und stirbt einfach so, auch wenn es oberflächlich betrachtet manchmal so erscheint. Vergleichen wir den Menschen mit einem Buch, dann wird er zwar mit unbeschriebenen Seiten geboren, aber schon nach seinem ersten Atemzug werden die ertsen Worte auf die erste Seite geschrieben. Und am Ende seines Lebens ist das Buch vollgeschrieben. Der Unterschied besteht nur darin, dass manche ein dickes Buch und manche ein dünneres Buch aufweisen. Und auch das ist noch keine Bewertung, denn nicht die Seitenanzahl ist relevant, wie wir ja wissen, sondern der Inhalt. Und den bestimmt jeder zum größten Teil selbst.

>ich war voll glauben an das was man mir erzählte,und mein gewissen war ständig zerissen.

Genau das erlebte ich ständig nach ihrem Tod. Mich beeinflussten moralische Verpflichtung, meine Liebe und Achtung zu einer großartigen Persönlichkeit und meine eigenes Erleben, meine Erfahrungen in der Gemeinde.

>das lesen in der bibel bezog ich wörtlich auf mich,der kindliche glauben und die ruhe gottes an ihn klammere ich mich.

Ich habe damals begonnen die  Bibel kritisch zu sehen. Vieles was ich in ihr las konnte ich nicht mit meiner Vorstellung von Gott vereinbaren. Und damit begann mein Zwiespalt.

>eines tages als ich alles über bord warf,gott nicht mehr in mein leben einbezog,alles vergass mein dorf verliess um in eine großstadt zu ziehen ,da änderte sich alles,ich fand eine kleine wohnung meine heutige frau und meine hoffnung wieder.

Ja, auch das kann ich mir gut vorstellen. Obwohl ich nie alles "über Bord warf". Ich dachte immer, wenn alle Menschen falsch liegen mit ihren Annahmen, wenn die Bibel nicht stimmt und deshalb auch keine Religion, die sich auf sie gründet, dann bleibt immer noch die Gewissheit, dass der Irrtum aller nicht unbedingt das Ende der Hoffnung bedeuten muss. Denn ich erkannte, wenn Menschen Glaubensrituale formen, die Bibel auslegen, sich ein Bild von Gott erschaffen, dass das alles nur verzweifelte Versuche sind, die Leere in ihrem Leben auszufüllen und Sinn zu finden.

Doch ich wollte mich diesen Irrtümern nicht anschließen, auch wenn sie aus völlig verständlichen Motiven heraus enstanden sind. Ich wollte die Wahrheit über die Bibel wissen, die Wahrheit über ihre Entstehung. ich wollte verstehen lernen, weshalb Menschen so handeln und dies alles aus diesem Buch herausdeuten und lesen.

>an meiner türe stellten sich zwei junge amerikaner vor wohnten fast im haus....................................................

>das war vor fast 25jahren,sie schütteten meinen gesamten alkoholvorat in den ausguss und erzählten mir eine geschichte u.s.w. ich bin ehrlich sie haben mein ganzes leben verändert,ich habe höhen und tiefen erlebt aber die kirche nie wirklich verlassen.und ob du es glaubst oder nicht heute bin ich froh darüber,............................................

Auch das kann ich verstehen. Manchmal braucht man einen Anstoß von "aussen" um zu erkennen was falsch läuft. Dies sollte einen aber nicht dazu verleiten, die "Quelle des Anstoßes" jetzt als makellos und allwissend zu sehen. 

>man hat mich samt meinen fehlern akzeptiert,bis vieleicht auf ein paar besonders kluge,aber das allein war es nicht,da war der ernste wunsch gott zu gefallen in zu zeigen das man gutes bewirken kann,heute erkenne ich in jeden menschen etwas gutes was mitunter sehr schwer ist,da menschen grausamm sein können.

Richtig! Menschen haben eine sehr breite Facette zur Verfügung. Sie können gütig, hilfsbereit und verständnisvoll  sein, aber auch grausam, gewalttätig und intolerant. Und jeder Mensch sucht verzweifelt nach Anerkennung seiner Person. Da kann ein freundliches Lächeln, eine nette Geste Balsam für die wunde Seele bedeuten. Viele Organisationen und auch einzelne Menschen setzen dieses Wissen bewusst ein um zu manipulieren.

Hast du dich eigentlich schon einmal gefragt, ob diese Menschen dich noch genau so akzeptieren würden, wenn du die Kirche verlässt oder auch nur ständige Kritik übst? Ob ihrer "Liebe und Anerkennung" nicht nur deinem Gehorsam, deiner Unterwerfung, deiner Anpassung dient?

Alle Exmormonen hier sind prinzipiell die selben Menschen, die sie vor ihrem Austritt aus dieser Kirche waren. Sie haben nur mehr Erkenntnisse gewonnen, die Einsicht, dass sie manipuliert und betrogen wurden. Trotzdem werden sie jetzt von Mormonen als "Werkzeuge Satans" angesehen. Sie wurden zum Teil von ihren eigenen Familien verstoßen, von den meisten ihrer Freunde verlassen. Freunde, denen sie vertraut hatten. Doch diese Sicherheit menschlicher Nähe war eine Seifenblase, die zerplatzte, als sie sich von dieser Organisation abwandten. Urvertrauen wurde zerstört. Das Urvertrauen der elterlichen Liebe, der partnerschaftlichen Liebe, der freundschaftlichen Liebe. Sie mussten erkennen, dass diese Liebe anscheinend niemals echt war, oder so sehr unter dem Druck der religiösen Manipulation stand, dass diese Menschen nicht mehr die Kraft aufbringen konnten ihren Gefühlen zu vertrauen, sondern lieber den Gehorsam zu ihrem Glauben wählten.

Und da frage ich mich: Welche bösartige Macht steht hinter einer religiösen Anschauung, die mich die Gefühle für einen Freund, den Ehepartner und sogar für mein eigenes Kind vergessen lässt? (Nein, ich meine jetzt nicht Satan. Der existiert für mich nicht. Das Böse ist nur eine Facette des menschlichen Seins und es liegt an uns wieviel Macht wir ihr zukommen lassen) Doch ich denke weiter, dass ein Gott, der dieses verlangt, erwartet und zulässt, wohl nicht besonders anbetungswürdig und respektwürdig sein kann.

Womit ich zurück auf deine Frage kommen möchte:

>von wen soll ich etwas erfahren was mir hilft zu verstehen was das leben soll?

Meine Antwort - aus Erfahrung - darauf: Diese Frage kann nur das Leben selbst dir im Laufe deines Lebens zum Teil beantworten. Und der, von dem du lernen kannst, das Leben und seinen Sinn zu verstehen, bist du selbst und es sind die Menschen, die dir im Laufe deines Lebens begegnen.

Deine Art mit anderen Menschen umzugehen, deine Art, sie zu verstehen, sie in dein Leben miteinzubeziehen, egal ob sie deinen Ansprüchen entsprechen oder nicht. Beobachte die Menschen, lerne von ihnen. Verstehe die Zusammenhänge, lerne mit deinen Mitmenschen zu lachen, dich zu freuen, mit ihnen zu trauern und zu weinen. Dann bist du auf dem richtigen Weg, das Leben zu verstehen. Niemand kann hier behaupten die völlige Erkenntnis aller Dinge zu erlangen - geben wir uns also mit Teilerkenntnissen zufrieden, mit dem, was wir imstande sind zu lernen, zu erkennen und zu erleben.

Und noch etwas zu deinen Worten:

>das lesen in der bibel bezog ich wörtlich auf mich,der kindliche glauben und die ruhe gottes an ihn klammere ich mich.

Dieses Klammern bot mir eines Tages nicht mehr genügend Sicherheit. Ich erkannte den Selbstbetrug. Und so fragte ich mich ganz ernsthaft, ob mir das Verschließen vor der Realität wirklich genügend Schutz und Sicherheit gibt? Die ehrliche Antwort war ein klares "Nein" Also beschloss ich mich der Realität zu stellen, soweit sie vorhanden und nachvollziehbar war. Ich begann zu forschen, zu erkennen und zu verstehen. Und das Interessanteste an dieser Sache war, dass diese Erkenntnis, dieses Verstehen, mir sehr viel mehr Ruhe, Vertrauen und Sicherheit brachte, als all die Illusionen davor. Denn ich hatte den Mut aufgebracht, die Türe zu weiteren Räumen des Lebens zu öffnen, ohne Angst vor dem, was mich dort erwarten würde. Es ist ein immer andauernder Prozess, der immer mehr Sicherheit bringt.

Um nichts in der Welt würde ich wieder zurückkehren wollen in das Gefängnis "Glauben", diesen engen Raum, der nur Wände besitzt an die man stößt, wenn man mehr erfahren will. Ja, ich behaupte, wer es einmal wagt die Tür zu öffnen, der erkennt was Freiheit ist, er erkennt die Weiten des menschlichen Denkens und Handelns.

>da bin ich wieder. nehmen wir mal an wir wüßten warum wie hier sind und leben,und das am ende des lebens ein weiteres beginnt oder in einer anderen welt fortgesetzt wird.und dann nehmen wir an das ein jeder über sein tun und nicht tun sich verantworten muß,eine solche botschaft könnte doch helfen jemanden dazu zubewegen nächstenliebe zu leben.

Und weshalb kann der Gedanke daran, dass unsere Intelligenz einen Sinn hat uns nicht dazu bewegen Nächstenliebe zu üben? Egal, was nach unserem biologischen Tod geschieht, können wir doch unser Leben dazu nützen unser Potiential voll einzusetzen. Mich macht es einfach glücklich anderen Menschen zuzuhören, sie verstehen zu lernen, sie anzunehmen wie sie sind. Es spielt keine Rolle ob ich dafür nach diesem Leben belohnt werde oder nicht. Es spielt auch keine Rolle ob das von mir erwartet wird oder nicht. Ich fühle in mir die Möglichkeit dazu und das genügt.

>und ist es falsch solches zu verkünden?ist es so undenkbar das zumindestens sterbliche menschen von gott eine antwort auf solche fragen bekommen?

Wie wäre es, wenn sie sich die Antwort selbst geben? Sie suchen und auch bereit dazu sind, sie immer wieder zu revidieren, falls es nötig ist?

>ich will hier nicht von zeugnissen und änliches erzählen sodern nur die möglichkeit offen lassen das sich gott offenbaren kann

Dazu müsste man erstmal ganz klar erkennen was Gott ist. Ich wollte das erkennen, habe deshalb nachgeforscht ... und herausgefunden wie die Bibel wirklich entstanden ist. Alles, was in der Bibel steht - wenn wir jetzt mal die berechnenden Stellen ausnehmen, die nur dem Zweck dienen, Menschen abhängig zu machen - entspringt dem Wunsch der Menschen, Sinn zu finden, eine Antwort auf die ewigen Fragen: Woher kommen wir, wozu sind wir hier, wohin gehen wir Ich denke, die Antworten auf diese Fragen liegen im Leben selbst und niemand kann sie für sich schlüssig beantworten.

Das verunsichert viele und deshalb greifen sie zu vorgefertigten Antworten, die andere erstellt haben. Das Problem dabei ist, dass diese vorgefertigten Antworten niemals ehrlich sind, (das können sie auch gar nicht sein) sondern immer eine Manipulation bedeuten. Die Unsicherheit und Angst der Menschen wird von einigen skrupellosen Menschen benützt um sich Macht, Einfluss und dadurch Bereicherung zu verschaffen. Sei mal ganz ehrlich: Weshalb sollte irgendein einzelner Mensch die Lösung für alle Probleme, die Antwort auf alle Fragen kennen? Was für ein Gott wäre das, der seine Strategie allen vorenthält und sie nur einigen wenigen mitteilt? Ein Anseher der Person? Ein käuflicher Gott? Ein kalkulierbarer Gott? Gäbest du dich mit so einem Gott zufrieden?

Als ich die Bibel ernsthaft zu lesen begann und erkannte was für ein Gott mir da präsentiert wurde, war mein erster Gedanke: Warum tun sich die Menschen dieser Welt nicht zusammen und setzen diesen barbarischen, despotischen, selbstherrlichen Gott einfach ab? Das wichtigste Gebot nach dieser Einsicht, was für ein Gott das war, schien mir, ihm die Macht zu nehmen.

>jeder hat mal situationen wo er verzweifelt ist,
>klar können das menschen ausnutzen,aber das habe ich bis heute noch nie verspürt.

Dann wurdest du bisher perfekt getäuscht. Informationen sammeln, sich schlau machen, das bringt einem sehr schnell die Erkenntnis, dass man ausgenutzt wird.

>ich habe auch eine frage an dich ich kenne dich ja so gut wie nicht,man hat dich ausgenutzt wie ?

Ich ließ mich ausnutzen, aus Unkenntniss der Tatsachen, aus Leichtgläubigkeit. Es ist keine Schande das zu erkennen, es ist nur wichtig, dass man es erkennt, damit man es beenden kann. Immer, wenn jemand behauptet die Wahrheit zu kennen, dir die Erlösung zu bringen, dich von aller Ungewissheit zu befreien, lügt er und nützt dich aus! Denn niemand kennt die ganze Wahrheit, niemand kann dich von Ungewissheit befreien!

>manchmal merke ich das man bereit sein sollte zeit zu investieren,wenn es darum geht jemanden zu helfen oder auch anderes ,aber wen es nicht von herzen kommt was nicht heisen soll das man dan schlecht ist,aber dann muss man das auch verstehen ansonsten ist man unfair zu jemanden

Das ist eben der Unterschied ob man aus Pflichtgefühl handelt oder aus Überzeugung. Wenn ich jemanden begegne, dem ich helfen kann, dann tue ich es. Es ist so selbstverständlich, wie das Atmen, weil niemand mehr es von mir erwartet und ich keine Angst haben muss deshalb be- oder verurteilt zu werden. Ausserdem bin ich der Meinung, jeder Mensch be- oder verurteilt sich selbst.

>zum schluß hat der mensch gott erfunden um sich einzubilden das der tod nicht entgültig ist?ist die bibel ein märchen und das buch mormon eine täuschung?

Ja, genau so ist es! Doch sollte man es nicht zu streng sehen, wenn man diese Erkenntnis erlangt. Im besten Fall war es ein Versuch die Angst vor der Ungewissheit zu besiegen, eine verzeihliche menschliche Schwäche. Im schlimmsten Fall ist es Manipulation und Gehirnwäsche, Abhängigkeitserzeugung zur eigenen Bereicherung, sei sie nun finanzieller oder ideeller Art.

>wie kann man das erfahren,

Indem man Nachforschungen anstellt. Gerade das Internet bietet einem da unzählige Möglichkeiten. Ein guter Ausgangspunkt ist mormonen.de selbst. Hier wirst du unzählige Links finden, die dir genügend Informationen bieten um dir ein eigenes Bild zu machen. Auch hier im Forumsarchiv wirst du sehr viele Beiträge finden, die dir fundierte Informationen bieten, besonders wenn du den Namen "James" in die Suchmachine eingibst.

>ich habe für mich einen weg gefunden und eine entscheidung getroffen,meine ganze familie ist durch diese entscheidung geprägt.

Mag sein, aber das was ihr in eurem Innersten seid, wird sich auch durch all eure neue Erkenntnis nicht ändern. Ihr werdet eine andere Sicht der Dinge bekommen und viel mehr Freiheit euer Leben zu bestimmen und zu lenken. Dadurch werdet ihr viel lernen, viel mehr Erkenntnisse sammeln und dadurch viel Bereicherung in jeder Hinsicht erfahren.

>auch ich dachte über die andere möglichkeit nach,alles aufzugeben und wieder die alten gewohnheiten aufzunehmen,

Wer redet von "alten Gewohnheiten annehmen"? Das Leben bedeutet Fortschritt. Der Mensch kann bis ans unmittelbare Ende seines Lebens lernen, neue Erkenntnisse sammeln und dementsprechend reagieren. Ein Rückschritt ist immer destruktiv. Fortschritt bedeutet auch nicht automatisch Verlust von Moral. Fortschritt ist der Mut eine weitere Türe zu den unzähligen Räumen des Lebens zu öffnen, um zu sehen, was sich im nächsten Raum verbirgt. Die Furcht, diese Türen lieber verschlossen zu halten, bedeutet zu wenig Vertrauen in sich selbst zu haben. Der Preis dafür ist das Verbleiben in einem einzigen Raum, den irgendjemand einem zugewiesen hat und dessen Anweisung man befolgt, weil man selbst keine Entscheidungen treffen will. Das wieder öffnet der Manipulation durch andere Menschen alle Türen. Denn sie werden die weismachen wollen, was sich hinter dieser nächsten Tür verbirgt. Du musst ihnen dann glauben und wirst niemals erfahren, ob es stimmt. Und auch nicht, dass es danach so viele mehr Türen gibt, die darauf warten geöffnet zu werden. Wenn der Mensch die Möglichkeit dazu hat, weshalb soll er sie nicht nützen?

>aber dann müßte ich da weiterachen was ich als kind von meinen großeltern lernte,nämlich zu beten und auf gott zuvertrauen.

Ich würde sagen, lerne auf deine Möglichkeiten, deine Kraft, dein Urteilsvermögen, deine Intelligenz zu vertrauen. Oder anders ausgedrückt - einfach auf dich selbst! Mach dich nicht kleiner als du bist, lass nicht andere deinen Weg bestimmen. Strecke deine Schultern, richte dich auf und sieh vorwärts und stell dich dem Leben auf deine ganz persönliche Weise.

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nicht möglich, da es sich um einen Legacy-Beitrag handelt

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