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Beitrag 34 von 38
zum Thema Mal ueber den Zaun geblickt...
Seite erstellt am 20.4.24 um 17:37 Uhr
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Verfasser: reinhold
Datum: Samstag, den 12. Januar 2002, um 23:08 Uhr
Betrifft: natürlich und mit freude

hallo dirona jetzt habe ich zeit ,eine frage noch kann man auch offline antworten?

klar bin ich ein mormone aber denoch voll normal .

ja menschen die uns lieben haben natürlich einen einfluß auf uns,deine geschichte hat mich berüht da auch ich sehr viel von meinen großeltern halte und gelernt habe.es ist gut das es solche menschen gibt.

>Dazu kam selbstverständlich eigene Erfahrung. Ich hatte wirklich ein sehr starkes Zeugnis von der Wahrheit des Glaubens, von der Wahrheit der Kirche. Und es war nicht einfach für mich, als ich zu zweifeln begann. Ich erkannte, dass die "Wahrheit" viele Gesichter hatte, solange man nicht eindeutig erkennen kann, was Wahrheit tatsächlich bedeutet<

das hat mich auch bewegt diese ausage,ich selbst hatte auch schon mit zweifel und hoffnunglosigkeit zu kämpfen,aber ich hatte zuviele zeugnisse für mich gewonnen,bei jeden zweifel verspürte ich die macht des heiligen geistes und ich erkannte die ungerechtigkeit meiner fragen und meiner zweifel.ungrecht deshalb weil ich darauf schon eine antwort erhalten hatte.

>Niemand lebt und stirbt einfach so, auch wenn es oberflächlich betrachtet manchmal so erscheint. Vergleichen wir den Menschen mit einem Buch, >

das ist mir klar ,ich gehe auch von der gerechtigkeit gegenüber allen lebens aus.das leben hat einen sinn,für mich bedeutet es mach was daraus und lerne ,ich sage auch das gerade der mensch etwas besonderes in der ganzen schöpfung ist,er kann mit verstand leben,die tiere handeln nach ihren instinkt.deshalb haben auch wir die grössere verantwortung.naja und du weist ja unser ganzes leben wird aufgezeichnet und es für den einen ein grosses buch und für den anderen ein kleineres aber darauf kommt es nicht an,sonder was wir aus unser zeit hier auf erden tun.

>>ich war voll glauben an das was man mir erzählte,und mein gewissen war ständig zerissen.

Genau das erlebte ich ständig nach ihrem Tod. Mich beeinflussten moralische Verpflichtung, meine Liebe und Achtung zu einer großartigen Persönlichkeit und meine eigenes Erleben, meine Erfahrungen in der Gemeinde.<

ich habe diese erfahrung mit den lesen der bibel gemcht ,genaugesagt mit der kinder-bibel hier stand darin das der mensch gott vergießt und sich auf sich selbst verläst und dadurch verliert er seinen platz im himmelreich,das hat mir angst gemacht ihn später einfach zu vergessen,als kind sprach ich ein stoßgebet zu ihm das er es nicht zuläßt und mir einen engel schickt falls ich den glauben verliere.

>>eines tages als ich alles über bord warf,gott nicht mehr in mein leben einbezog,alles vergass mein dorf verliess um in eine großstadt zu ziehen ,da änderte sich alles,ich fand eine kleine wohnung meine heutige frau und meine hoffnung wieder.<

ich wollte ein neues leben aufbauen,und deshalb zog ich in eine andere stadt,was ich über bord warf war mein glauben ich hatte aufgehört in aufrichtig zu leben und ich hatte aufgehört mit gott zu sprechen,das hatte ich von kind heit an getan.in münchen lernte ich die missionare kennen,für mich waren sie meine antwort auf mein gebet als ich so 9jahre alt .heute bin ich 45jahre alt.mit 20 alleine einfach fortgehen das war für mich alles über bord werfen von vorne beginnen alte reunde aufgeben neue suchen.

>Auch das kann ich verstehen. Manchmal braucht man einen Anstoß von "aussen" um zu erkennen was falsch läuft. Dies sollte einen aber nicht dazu verleiten, die "Quelle des Anstoßes" jetzt als makellos und allwissend zu sehen.< 

wie meinst du das?ich stoße mich nicht an jemanden an der das wort der weisheit nicht hält,und allwissend wer ist das schon?als mensch, ich hatte nur angefangen mich von abhängigen stoffen zu trennen.so wild war das nicht nur wollte ich damit ausdrücken das ich mich ganz der kirche gewidmet hatte.in den vielen jahren hatte ich so manches gespräch mit einen verständissvollen bischof.einmal war ich fast ein jahr inaktiv.daraus habe ich wirklich etwas gelernt.

> Hast du dich eigentlich schon einmal gefragt, ob diese Menschen dich noch genau so akzeptieren würden, wenn du die Kirche verlässt oder auch nur ständige Kritik übst? Ob ihrer "Liebe und Anerkennung" nicht nur deinem Gehorsam, deiner Unterwerfung, deiner Anpassung dient?<

nun ja das hab ich erfahren,ein rebell war ich ja nicht aber in meinen inaktiven zeit war ich so ziemlich auf mich alleine gestellt, man liess mich in ruhe und ich hatte viel zeit um mit mir ins reine zu kommen,ich selbst war damit beschäftigt mich zu fragen was wird morgen sein und wohin gehst du,als ich wieder zur kirche ging hatte ich ein ungutes gefühl aber keiner verurteilte mich ,heute bin ich fest in der kirche und fülle mich wohl.

>Und da frage ich mich: Welche bösartige Macht steht hinter einer religiösen Anschauung, die mich die Gefühle für einen Freund, den Ehepartner und sogar für mein eigenes Kind vergessen lässt? (Nein, ich meine jetzt nicht Satan. Der existiert für mich nicht. Das Böse ist nur eine Facette des menschlichen Seins und es liegt an uns wieviel Macht wir ihr zukommen lassen) Doch ich denke weiter, dass ein Gott, der dieses verlangt, erwartet und zulässt, wohl nicht besonders anbetungswürdig und respektwürdig sein kann.<

glaubst du das das die kirche ist in der ich bin?glaubst du das das gott so sieht?ich denke an das gleichniss der ehebrecherin .christus sagte weib hat dich jemand verurteilt?nein,so verurteile ich dich auch nicht.verzeih mir aber da bin ich entzetzt,ich kenne eine gemeinde da hat die tochter des bischofes ein uneheliches kind,wir lieben sie alle ,christus lehrte die sünde zu hassen nicht den menschen.das kenne ich so ,wie du das sagst nicht.wir sind was die familie angeht besonders vorsichtig und wen dann bieten wir unsere ehrlich gemeinte hilfe an.aber ich sagte schon mal menschen machen fehler,das kann meinen glauben an gott nicht zerstören.

>Um nichts in der Welt würde ich wieder zurückkehren wollen in das Gefängnis "Glauben", diesen engen Raum, der nur Wände besitzt an die man stößt, wenn man mehr erfahren will. Ja, ich behaupte, wer es einmal wagt die Tür zu öffnen, der erkennt was Freiheit ist, er erkennt die Weiten des menschlichen Denkens und Handelns.<

den glauben als gefängnis sehen,das verstehe ich nicht.außer man lebt etwas was man absolut nicht will,zum beispiel ich würde nie in ein kloster gehen das wäre für mich ein gefängnis,andere sehen das anders,das heist ich schaffe mir freiheit oder gefängnis.natürlich kann ich nicht behaubten ich bin ein christ und lebe nicht danach,aber ich kann denoch frei und glücklich sein wen ich dadurch einen sinn sehe dazu brauche ich glauben und ein zeugniss,all das mußte ich mir erarbeiten.aber ok auch ich hatte gebote die ich nur aus gehorsamkeit befolgte,heute ist das anders,lebe die gebote und sie machen dich frei,ich hoffe du fliebst nicht gleich aus.

>Ich ließ mich ausnutzen, aus Unkenntniss der Tatsachen, aus Leichtgläubigkeit. Es ist keine Schande das zu erkennen, es ist nur wichtig, dass man es erkennt, damit man es beenden kann. Immer, wenn jemand behauptet die Wahrheit zu kennen, dir die Erlösung zu bringen, dich von aller Ungewissheit zu befreien, lügt er und nützt dich aus! Denn niemand kennt die ganze Wahrheit, niemand kann dich von Ungewissheit befreien!<

wen jemand beginnt zu glauben hofft er auf etwas was man nicht beweisen kann,deine worte klingen sehr hoffnungslos,ich kann dir leider nichts von meinen licht geben,meine worte werden dich nicht überzeugen können,einmal kommt der punkt wo du alleine bist,wo du beten mußt oder solltest dann frag gott und lass zu das du ihn verstehst.seine liebe verspürst du sicher.

>von wen soll ich etwas erfahren was mir hilft zu verstehen was das leben soll?

Meine Antwort - aus Erfahrung - darauf: Diese Frage kann nur das Leben selbst dir im Laufe deines Lebens zum Teil beantworten. Und der, von dem du lernen kannst, das Leben und seinen Sinn zu verstehen, bist du selbst und es sind die Menschen, die dir im Laufe deines Lebens begegnen.

Deine Art mit anderen Menschen umzugehen, deine Art, sie zu verstehen, sie in dein Leben miteinzubeziehen, egal ob sie deinen Ansprüchen entsprechen oder nicht. Beobachte die Menschen, lerne von ihnen. Verstehe die Zusammenhänge, lerne mit deinen Mitmenschen zu lachen, dich zu freuen, mit ihnen zu trauern und zu weinen. Dann bist du auf dem richtigen Weg, das Leben zu verstehen. Niemand kann hier behaupten die völlige Erkenntnis aller Dinge zu erlangen - geben wir uns also mit Teilerkenntnissen zufrieden, mit dem, was wir imstande sind zu lernen, zu erkennen und zu erleben.<

diese erfahrung zu erkennen was der sinn des lebens ist das weis ich ganz sicher,selbst mußte ich es lernen und akzeptieren,
alles was du dazu schreibst ist klasse!!

>>zum schluß hat der mensch gott erfunden um sich einzubilden das der tod nicht entgültig ist?ist die bibel ein märchen und das buch mormon eine täuschung?

Ja, genau so ist es! Doch sollte man es nicht zu streng sehen, wenn man diese Erkenntnis erlangt. Im besten Fall war es ein Versuch die Angst vor der Ungewissheit zu besiegen, eine verzeihliche menschliche Schwäche. Im schlimmsten Fall ist es Manipulation und Gehirnwäsche, Abhängigkeitserzeugung zur eigenen Bereicherung, sei sie nun finanzieller oder ideeller Art.

du hast klar deine meinung gesagt,es fällt mir sehr schwer das zu glauben das du gott und die bibel und das buch mormon völlig als eine illusion betrachtest.hat der zufall die welt erschaffen?ist das leben aus einer laune heraus entstanden?wenn heute eine tierart ausstirbt kommt sie nie wieder nicht in einer million jahren.am anfang war die erde ein feuerball,das heist sie war völlig steriel,es konnte gar kein leben von sich aus entstehen.weder durch einen metoriten außer jemand hat leben auf diese erde gebracht.die schöpfung war geplant.

<Ich würde sagen, lerne auf deine Möglichkeiten, deine Kraft, dein Urteilsvermögen, deine Intelligenz zu vertrauen. Oder anders ausgedrückt - einfach auf dich selbst! Mach dich nicht kleiner als du bist, lass nicht andere deinen Weg bestimmen. Strecke deine Schultern, richte dich auf und sieh vorwärts und stell dich dem Leben auf deine ganz persönliche Weise.<

wünsche ich dir auch vieleicht schreiben wir uns ja wieder viel spass und freude im leben reinhold.

       

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