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Verfasser: shana
Datum: Sonntag, den 7. April 2013, um 13:54 Uhr
Betrifft: Und plötzlich war Krieg - oder warum Geschichtskenntnisse

meiner Meinung nach unabdingbar sind für ein Verstehen der Gegenwart und eine bessere, friedlichere Gestaltung der Zukunft.

Nichts passiert einfach so in unserer Welt, alles hat einen ’Grund’ (Ursache/n). Diese Ursachen gilt es zu ergründen und zu erkennen, nicht nur in der Physik, weshalb ich den wirklich guten Harald Lesch Vortrag hier reingestellt habe.

Das gilt auch z.B. für den Antisemitismus und die Frauenfeindlichkeit etc. zu Luthers Zeiten.

Man geht eben nicht einfach eines schönen Morgens aus dem Haus und -- huch, plötzlich steht der Krieg vor der Tür. Alles hat eine Vorgeschichte. Ursache --- Wirkung. Ursache --- Wirkung. Wobei die Ursache immer vor der Wirkung liegt;-) und nichts auch kein Zeitgeist fällt einfach so vom Himmel.
(Wie ’Zeitgeist’ u.a. entsteht wollte ich dir auch mit dem link zu den spanischen Brustplatten etc. zeigen, und Luther war eben nicht nur ein Kind seiner Zeit, sondern vor allem ein Kind des Christentums, denn diese Zeit war nun wirklich christlich, bis zum Gehtnichtmehr sozusagen. ca. 1400 Jahre Christentum und noch nichts besseres bei rausgekommen als dieser ’Zeitgeist’? ... spricht nicht gerade für das Christentum....)

Was die schriftliche Diskussion mit dir etwas erschwert, zumal wenn man dafür nicht viel Zeit hat, ist auch deine - und das meine ich nicht ironisch oder abwertend - faszinierend etwas andere Art der Wahrnehmung:-) .... das ist jetzt weder schlecht noch gut, nur wenn man nicht darauf eingestellt ist, etwas verwirrend:-) ... es ist halt wie es ist und kann durchaus bereichernd sein, aber in einer schriftlichen Unterhaltung führt das halt manchmal zu etwas ermüdenden Ausuferungen, wenn jemand immer am Kern der Sache vorbei antwortet.

Fiel mir auch auf bei deinem ausführlichen Eingehen auf die von Sappho eingestellte Karikatur, die eigentlich nur kurz und prägnant das wohlbekannte Verhalten einiger ganz bestimmter (in diesem Fall hauptsächlich in den USA vorzufindenden) Religiöser aufzeigen wollte.
Deine Antwort, in die du viel Zeit und Mühe gesteckt hast, ging am wesentlichen Kern aber total vorbei. Faszinierend eben und wie man durchaus sehen konnte, von dir total lieb und gut gemeint. Kam mir vor, - Achtung es folgt ein hinkender und etwas überspitzer Vergleich -:
wie wenn man jemandem eine Karte schickt, auf der steht: Alles Gute zum Geburtstag und im Hintergrund auf dieser Karte ist eine Blümchenwiese und was weiss ich nicht noch alles zu sehen, auf die der Absender nicht groß geachtet hat, nur einfach: schönes Foto halt:-) .... Das Geburtstagskind antwortet nun dem Glückwünschenden:
schnief, auf dem Bild sind ja Gänseblümchen, du weisst doch, dass ich dagegen allergisch bin, dann folgt eine Abhandlung zu den auf dem Foto zu sehenden Bäumen, der Farbe des Himmels und o Schreck auch noch ein paar klitzekleinen Tieren im hintersten Hintergrund mit dem Kommentar, wusstest du nicht, dass diese Tiere in meinem Glauben unrein sind, übrigens ich hatte Geburtstag hast du das vergessen !?!:-):-)

Zurück wieder zum Thema christliches Deutschland, denn so fing das ganze ja mal an;-) .... welches Sappho großzügigerweise eine angleichende OP ermöglicht hat. Worauf ich dir antwortete, dass Deutschland (Gott sei Dank) kein christliches, sondern nur noch ein christlich geprägtes Land (ein zahnloser Tiger sozusagen) ist. Wenn Deutschland tatsächlich noch ein christliches und kein demokratisches Land wäre, würden wir hier so manche liebgewonnene Freiheit vermissen. Die Menschenrechte wurden gegen den erbitterten Widerstand der Kirchen durchgesetzt und waren keineswegs eine ’Erfindung’ derselben und schon gar nicht ihr Verdienst, wenn sie es heute auch gerne  geschichtsverfälschend so darstellen. Darum ging es mir.

Von mir aus kann jeder, dem das etwas bringt, gerne privat an die Jesus-Geschichte etc. glauben, sofern er diesen Glauben nicht anderen ungefragt überstülpen will. Wogegen ich mich jedoch wehre,  ist die bewusste Geschichtsverfälschung, wenn man sich Verdienste anderer ans Revers heftet und damit ’prahlt’, in diesem Fall noch besonders unappetitlich, wenn es sich um die Verdienste der ehemaligen mutigen Gegner und sehr oft leider in der Folge daraus dann Opfer der Kirche handelt.

Klar machen christliche Kirchen heute sehr viel Gutes. Die Frage ist nur, wie kam es zu diesem erfreulichen Ergebnis? Dafür die oben genannten Geschichtskenntnisse. Nun könnte man sagen, ist doch egal, was die früher alles schlechtes gemacht haben, ist doch nur wichtig, was sie heute gutes tun. Könnte man meinen, wenn da nicht die Zukunft wäre;-) , nicht dass noch ein paar Gutmeinende auf die Idee kommen dem guten nichts als lieben Kätzchen wieder seine Reisszähne einzupflanzen, dass es noch mehr gutes tun kann, und sich dann wundern, wenn das ganze Elend wieder von vorne los geht .....

http://www.youtube.com/watch?v=7GuVff9timQ

http://www.youtube.com/watch?v=CC6V8fie58k

und so weiter und so fort, sind wie gesagt 7 Teile

und apropos Teile der 10. und letzte Band ist nun auch geschrieben.
http://giordanobrunostiftung.wordpress.com/2013/04/04/karlheinz-deschner-kriminalgeschichte-des-christentums-bei-mdr-um-11/

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