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Seite erstellt am 15.4.24 um 7:16 Uhr
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der Beitrag:
Verfasser: Desi  1
Datum: Montag, den 28. Juni 2010, um 15:30 Uhr
Betrifft: Doch ich

denke schon das die Norm freiwillig und ungezwungen ist.

Ich weiß ja nicht wieviel Erfahrung du mit SM - Praktiken hast. Ich habe einige weil ich einiges davon auch gerne mag - allerdings halte ich auch nichts von Praktiken die bis zur Bewußtlosigkeit führen und genau so wenig von irgendwas wo Blut fließt weil Nadeln, Haken ect durch den Körper gestochen werden. Kratzen nehme ich da jetzt mal aus, das ist nun nicht wirklich eine SM Praktik, 

Wer sich auf SM Praktiken einlässt und noch klar bei Verstand ist, der braucht einen Partner dem er zum einen zu 150% vertrauen kann und der zum anderen genau weiß was er tut und wie weit er gehen kann.
Ich kenne kein Paar das SM betreibt das kein Signalwort hat wenn es zu heftig wird und das den sofortigen Abbruch aller laufenden Aktionen bedeutet.

Für mich kommt das nur mit meinem Mann in Frage, ich weiß ich kann ihm vertrauen. Einen Fremden würde ich mich niemals so ausliefern, wenn der austickt dann hast du wirklich ausgespielt.

Autoerotische Erstickungsspiele - da muß man nicht David Carradine heran ziehen, es ging vor ein paar Monaten auch ein Fall durch die deutsche Presse von einem Mann der derartige Spiele daheim in seinem elektronisch Verstellbaren Bett veranstaltet hat und dann erstickt ist weil offenbar die Fernbedienung nicht mehr ging. Sowohl Carradine als auch dieser Mann waren allein. Also war das wohl freiwillig und ungezwungen ausser man glaubt an eine Ausserirdische Macht die die Betroffen gezwungen hat sich selbst zu erdrosseln.

SM ist mit Sicherheit eine Spielart die gefährlich werden kann. Wobei man da auch unterscheiden muß welche Form von SM. Das was Papa und Mama daheim machen, mit verbundenen Augen  mit Seidentüchern ans Bett fesseln und dann mit einer Softpeitsche sanft streicheln wird zwar gerne von den Beteiligten als SM deklariert, hat aber meiner Meinung nach nicht wirklich was damit zu tun.

Ich habe eine sehr gute Freundin die als Domina arbeitet, daher bekomme ich auch Einblick in Dinge die ich niemals auch nur ausprobieren würde. Aber es gibt zwei Dinge die sie immer wieder sehr stark betont. Zum einen, vor der Sitzung ein sehr ausführliches Gespräch mit dem Kunden eben um heraus zu finden was er mag ect und um ein Codewort fest zu legen. und das zweite was sie auch immer wieder betont, das die überwiegende Mehrheit der seriös arbeitenden Dominas aus dem medizinischen Bereich kommen. Die wissen was sie tun und brechen auch sofort ab wenn ihnen etwas "spanisch" vorkommt. Egal was der Kunde sagt, eine seriöse Domina wird sofort aufhören wenn sie der Meinung ist, es geht zu weit.

Was das Argument "man kann in die Körperverletzung nicht einwilligen" angeht, das sehe ich doch etwas anders.

Jemand der sich freiwillig und mit dem Wissen was passieren wird solchen Praktiken unterzieht der willigt ein. Ich weiß nicht ob du dir vorstellen kannst das es tatsächlich Menschen gibt, die nur auf diesem Wege Lust empfinden können. Das gleich als Körperverletzung abzutun finde ich problematisch, auch wenn es rechtlich sicher so ist.

Denn dann müßte man auch fragen ist es Körperverletzung, wenn ich meinem Mann in der Extase beim Sex die Fingernägel in den Rücken haue und runter ziehe und er dann tagelang herum rennt als hätte er einen Tigerangriff überlebt ? Sicher auch das ist eigentlich Körperverletzung. Aber er nimmt das in Kauf weil er weiß was passieren kann wenn er mich an einen bestimmten Punkt treibt. Beeinflussen kann ich das dann nicht mehr, ich weiß also nicht was ich tue. Ich sehe nachher nur das Ergebniss. Das selbe gilt auch für ein befreundetes Paar, die Beiden stehen total auf Natursekt. Wir haben auch schon Partner getauscht, aber DAS kommt für mich in keinster Weise in Frage und das wird auch so akzeptiert. Für mich wäre es immens demütigend, würde mich jemand anpinkeln.

Ich bin der Meinung, wenn Beide das wollen ist das auch ok. Vorraussetzung ist allerdings:

- beide Partner sind volljährig
- sie sind nicht geistig oder emotional behindert und es ist ihnen absolut klar was passieren wird / kann
- die Praktiken basieren auf gegenseitigem Einvernehmen, es darf kein Partner gezwungen werden

Das mit dem Luftabschnüren war auch schon im meiner Jugend ein "Geheimtipp" und ich kenne einige die da auch mitgemacht haben. Auch damals war das schon gefährlich. Nur das hat nun auch nichts mit einvernehmlichen Sexpraktiken zu tun sondern ausschließlich mit "sich beweisen wollen" unter Jugendlichen. Das ist für manche Jugendliche wie Komasaufen, Mofa frisieren - ein Kick um seine Grenzen auszutesten. Mit Sicherheit verwerflich, aber auch nichts wirklich Neues.

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