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Seite erstellt am 15.4.24 um 8:30 Uhr
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Verfasser: Desi  1
Datum: Samstag, den 26. Juni 2010, um 11:11 Uhr
Betrifft: Darf ich fragen

wieviel Kinder du hast ? Und  wieviel Erfahrung als alleinerziehender Vater ?
Sowohl mein Ex-Mann als auch mein jetziger Mann hatten desöftern Probleme weil eben keine Frau da war und durften sich dämliche Sprüche anhören. Bei meinem Ex und meinem Sohn war es ein Lehrer, bei meinem jetzigen Mann sowohl als auch.

Verzeih wenn der "Lehrer" dir sauer aufstößt, als ich in Wien im Kindergarten war hieß das Frau Lehrerin und in der Grundschule hatten wir dann die Frau Professor .... ich weiß das ist mehr als antiquiert, aber bei mir ist das noch so drin. Bei uns war das noch nicht üblich die Erzieherin im Kindergarten mit Tante oder Vornamen anzusprechen.

Mein Stiefsohn ist im übrigen Erzieher in einer Vorschule und da gibt es tatsächlich noch drei weitere Männer;-)

Und was meinst du wofür ich engagiere, neben der Präventionsarbeit ? Dafür das es auch juristisch so gesehen wird das Familie da ist wo Kinder sind.

Dafür das anerkannt wird das eine Familie nicht zwingend Papa, Mama, Kind ist. Mein Vater ist wie viele seiner Generation auch ohne Vater aufgewachsen, unfreiwillig, aber nicht zu ändern. Er hat ihn niemals kennen gelernt, der Vater meiner Mutter starb sehr früh. Daher hat sich für mich noch niemals eine Familie so definiert das es Papa, Mama + Kind(er) sein muß.

Ich selbst bin auch nicht in der klassischen Familie aufgewachsen, mein Vater war beruflich bedingt sehr selten zu Hause. Wir waren eine Großfamilie mit allem was dazu gehört Omas, Uromas (die dazugehörigen Männer sind fast alle in den Kriegen gefallen, der letzte starb kurz vor meiner Geburt), Onkel, Tanten, Cousins und Cousinen. Als meine Schwestern, Zwillinge, geboren wurden, war ich auch öfter mal "fremdbetreut", wer Zeit hatte hat meine Mutter unterstützt. Wir wohnten alle relativ dicht beisammen eine Oma und eine Uroma sogar bei uns in der Wohnung. Ich habe das niemals in Frage gestellt und ich habe es geliebt.

Ich kenne es also nicht anders, das die Familie eben da ist wo ich als Kind war. Das klassische Familienbild habe ich niemals kennen gelernt und immer die bedauert, die keine Oma ect. hatten wo sie mal hingehen konnten. Und das hat nun wirklich nichts mit den 68 zigern zu tun. Zumindest in unserer Familie war es auch schon zu Zeiten meiner Uromas so, das die ganze Familie sich um die Kinder gekümmert hat.

Dieser Papa. Mama, Kind Unsinn ist erst nach dem 2.WK in dieser Form entstanden. Davor gab es das so nicht, denn früher was es oft so das die Frauen Haus und Hof bestellt haben und die Männer zur Jagd, auf Arbeit oder sonst wo waren. Der Papa als der Herr und Meister war eine Sache der Oberschicht aber nicht der einfachen Bevölkerung. Die Männer spielten in der Familie nicht die Rolle die wir ihnen heute gerne andichten wollen.

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