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Verfasser: Nyu
Datum: Montag, den 1. Dezember 2003, um 22:43 Uhr
Betrifft: willkommen zurück !!!

haste Dich tapfer geschlagen, oder was?
Ich gehe mal davon aus, dass Du auch kein Interesse hattest, Dich mit den beiden über inhaltliche Dinge zu streiten. Offensichtlich haben die es darauf angelegt, anstatt Dich ziehen zu lassen und Deine Entscheidung zu respektieren. Ich kann mir richtig diese Defensive Athmosphäre vorstellen. Glücklicherweise traut sich so etwas niemand mit mir. Sowohl mein Bischof als auch mein Pfahlpräsident waren butterweich. Das führe ich aber ihrer Charakterstärke zu.
Meine letzte Diskussion hatte ich mit meinem Bischof und meiner Frau diesen Sonntag (gestern). Wärend meine Frau verständnislos den Kopf schüttelte, drückte mein Bischof seine Liebe und seine Besorgnis aus, meine Entscheidung verstehend und respektierend. Er wollte aufrichtig wissen, was mich zu meiner Entscheidung bewogen hat und was mich an der Kirche daran hindert, Gott zu dienen. Ich sagte ihm, dass die Kirche aus sich selbst heraus das Problem hat, sich selbst in den Vordergrund stellen zu müssen. Jemand, der aktiver und treugläubiger Heiliger der Letzten Tage ist, mag das nicht merken und nicht hören. Mir aber, der schon seit 1997 mehr und mehr vom Geist für diese Tatsache sensibilisiert worden ist, ist dieses kirchenzentrierte Gerede ein so unterträgliches Gebrüll, dass ich den Herrn einfach nicht mehr hören kann.
Seit langer Zeit schon bin ich daran verzweifelt. Erst jetzt, in den Versammlungen der evangelischen Freikirche, merke ich erst wieder, was es heisst, wieder den Blick auf den Herrn frei zu haben und seine wirklichen Worte vernehmen zu können und auf mich wirken zu lassen. Es ist, wie wenn man mir nun vergönnt hätte, ein altes aber beendendes Gewand abzulegen und ich endlich wieder einfach in den Herrn verliebt sein kann.
Als er das hörte, was sollte er da sagen? Er sagte, dass er mich lieben würde und akzeptierte meine Entscheidung.
Vor diesem Gespräch war ich ja in der Freikirche gewesen. Der Pastor betete mit mir und sprach Worte, die von der Geistigkeit her nichts im Vergleich zu einem Segen des MPs vermissen liessen. Im Gegenteil war und bin ich über die Selbstverständlichkeit und Natürlichkeit dieser Glaubensausübung und Gottesanbetung erstaunt.

Das war also mein Sonntag.
Ich wünsche Dir alles Liebe und Gottes Segen auf Deiner Reise. Hier kannst Du gerne Dampf ablassen so wie wir alle.

Henning

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