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Beitrag 24 von 54
zum Thema neuer Liebesbrief
Seite erstellt am 2.7.22 um 6:29 Uhr
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der Beitrag:
Verfasser: Thomas
Datum: Freitag, den 15. März 2002, um 18:04 Uhr
Betrifft: Ausschweiffungen...

>Nicht der Glaube oder die Hoffnung auf eine Weiterexistenz unserer Persönlichkeit in irgendeiner Form. So lange wir uns kein Bild davon machen und dieses Bild als Wahrheit sehen, ist so eine Hoffnung oder Annahme für mich okay.<

Wenn das jemand unbedingt einfach nur glauben will, kann ich das auch akzeptieren.

Es ist einfach so, dass die moderne Neurologie zeigt, dass es eher danach aussieht, dass das Ich eine virtuelle Projektion aus den extrem komplexen Hirnfunktionen ist. Es zeigt sich je laenger desto mehr, dass andere Einheiten (Geist, Seele) als der komplex biologisch-neuronalen nicht noetig sind, um Leben groesstenteils zu erklaeren.

Es scheint, je laenger desto mehr, dass Begriffe wie Seele und Geist nichts anderes als Relikte aus einer Zeit der Vergangeheit sind, in der wohlverstanden noch sehr grosse Teile der Bevoelkerung verhangen sind und der Prozess der sogenannten Esoterik diese "Antike" in neuer Gestalt hervorzaubert. Die Esoterik verpasst diesen Dingen eine Art Pseudowissenschaftlichkeit: Man glaubt nicht, man weiss, - ganz aehnlich wie’s bei der LDS ablaeuft. Allerdings mit dem Unterschied, dass die Esoterik dem Menschen mehr Freiheiten einraeumt.

Es gibt noch einige Unklarheiten, wie z.B. die Fernwirkung von Empathie und Telepathie. Vieles laesst sich statistisch ad absurdum fuehren. Dort wo dies nicht moeglich ist, bieten sich moederne exotische Feld-Theorien an.

Ein Weg fuehrt in Richtung der Vakuum- bzw. Nullpunktenergie. Das ist heute in der Physik ein serioeses Forschungsthema geworden, wie ich in einer Vortragsserie an der Uni Zuerich Ende letzten Jahres erfahren durfte.

Ein anderer Weg ist die exotische morphogenetische Feldtheorie. Das Problem ist einen Weg zu finden, wie man Felder messen kann, die weder elektromagnetisch, weder gravidativ noch atomkernspezifisch (starke und schwache Wechelwirkung) sind.

Aber ein wichtiger Aspekt ist Teil dieser Theorie: Die Felder existieren nicht stand-allone. Sie bilden zwar eine Art Common-Point (-> Ansatz bei C.G.Jung: Kollektives Unbewusste), hoeren jedoch auf zu existieren, wenn die Lebensform tot ist, also das Hirn einen totalen Power-Fail erfaehrt.

Warum ich einiges von solchen exotischen Feld-Theorien halte:

Es ist schlichtweg nicht vorstellbar, dass der Kosmos aus viel mehr als nur den bekannten 4 Dimensionen (Raum-Zeit-Kontinuum) besteht, aber es nur 4 unterschiedliche Felder geben soll, welche Teil der Great-Unity-Theory (GUT) sein soll.

Zum Schluss vielleicht noch den eher naturalistischen Gedanken: Wenn es fuer die Evolution notwendig ist, den Lebensformen eine Transzendenz zu verpassen, dann gibt es sie und wir wissen es einfach nicht, weil wir das (noch) nicht messen koennen.

Ist das fuer Dich okay?

Gruss
      Thomas

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