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Verfasser: moontan
Datum: Mittwoch, den 31. Januar 2018, um 0:47 Uhr
Betrifft: Der himmlische Vater / Heavenly Father

In der allgemeinen Anbetungsrhetorik heißt es ja immer "Gott" (ich erspare mir andere Bezeichnungen oder Namen). Was aber steckt hinter der mormonischen Anbetungsgestaltung "Himmlischer Vater"...? Ich finde, dass hinter dieser Formulierung die ganze mormonische Sichtweise und auch die Frage der Präexistenz steckt; wir sind nicht Körper mit einem Geist beseelt, sondern Geister (Geistkinder Gottes) mit einem Körper versehen.  Macht das einen Unterschied oder ist es nur Rhetorik? Ja, es macht einen Unterschied.

Der mit einem Geist beseelte Körper ist in erster Linie ein Körper, der mit dem Geist, der, sagen wir mal, durch die Psychogenese und dem evolutionären (höheren) Bewusstsein ausgestattet ist. Der Geist (quantenphysikalisch und einer höheren Physik verbunden) ist aber eine zur Lebensform gewordene individuelle Existenz, die sein geistiges Spektrum widerspiegelt. Dieser Geist verändert nicht seinen Charakter noch seine ewige Intention.

Viele Geistkinder guter Intention und wahren Charakters finden sich in der zeitlichen Existenz wieder und verbinden sich. Dies ist auf die Gnade und Liebe unseres Himmlischen Vaters und seines großen Plans zurückzuführen, der die Dinge bestimmt.

Der Unterschied wird schnell klar, wenn wir mit unseren höheren kognitiven und empathischen Fähigkeiten unser Dasein zu ergründen versuchen, und erkennen, dass wir zwar mit unserem Körper verbunden sind, als untrennbare Einheit des autonomen und höheren Nervensystems, das unseren Kortex ausmacht, um es einfach zu sagen, aber dieser Kortex über unglaubliche Fähigkeiten und Bindungen verfügt, die quantenphysikalisch, und falls überhaupt, irgendwie erklärbar sein können, sowie unser gesamter Körper und Geist ein Teil dieses unermesslichen Universums ist.

Sind wir Teil des Guten oder gibt es eine dunkle Macht, wie in Star Wars oder ähnlichen Filmen? Ob hell oder dunkel, entscheidend ist, dass wir Verantwortung übernehmen, dass wir unsere individuelle Freiheit in Abwägung vor einer Moral in Anspruch nehmen, die vielleicht auf dem moralischen Imperativ moderner Philosophen beruht, oder aber auf einer Moral, die uns seither und ewig und aus der Präexistenz heraus gegeben ist. Die Präexistenz. Ein scheinbar sophistischer mormonischer Begriff, und dennoch vielleicht wahrer als gewisse Assertationen jener sich im Zweiten Stand Befindlicher, die ihren Arm Luzifer entgegenstrecken, und von ihm vollendete Segnungen erhoffen.

Doch wahrlich, ihr Lohn wird die ewige Tristesse sein, und ihre Herrlichkeit wird diejenige sein, die sie sich im Zeitlichen Sein erwirkt haben - es wird die Telestiale Herrlichkeit sein, das Reich fernab von Gott. Amen.

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