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Seite erstellt am 18.3.19 um 21:07 Uhr
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Verfasser: Erwin
Datum: Sonntag, den 19. Oktober 2014, um 3:16 Uhr
Betrifft: Religion macht wahnsinnig

Zu dieser Erkenntnis bin ich gekommen. Vor allem, wenn man religiöse Konzepte ernst nimmt und sich tatsächlich mit ihnen auseinandersetzt. Ich war ja schon so weit, tatsächlich an all diese Dinge zu glauben, und ich muss gestehen, dass mich die Idee der Präexistenz immer noch fasziniert. Aber, wie gesagt, Christus als Erlöser und Sohn Gottes, dieses ganze Konzept - nein, das kann ich nicht annehmen. Und weil ich das nicht kann, bin ich definitiv kein Christ. Egal, welcher Denomination oder christlichen Ausrichtung ich angehören wollte; ich bin kein Christ. Darüber bin ich mir jetzt im Klaren.

Dieser innere Konflikt kann nur durch diese nüchterne Erkenntnis beseitigt werden, und diese ganzen aggressiven Tendenzen stehen und fallen mit dieser Erkenntnis. Und es ist doch eigentlich ganz einfach: ich sage den Missionaren genau das, nämlich dass ich nicht daran glaube, dass es so etwas wie den Sohn Gottes gibt. Ich glaube, ich habe es gestern schon getan, denn einer der Missionare hat mich gestern angerufen. Ich weiß aber nicht mehr genau, was ich im Einzelnen gesagt habe. Ich bin fertig mit dieser ganzen Sache, und ich muss einen Schlusstrich ziehen. Klingel abstellen und Telefon auf Anrufbeantworter.

Morgen (eigentlich heute) ist Sonntag, und bestimmt erfolgt wieder ein Anruf wegen des Abendmahls. Das macht mich fertig. Immer wieder dieses schlechte Gewissen, immer wieder in Gedanken dabei. Das ist doch paranoid! Wie weit bin ich schon gekommen. Freundschaften habe ich schon auf dem Altar dieses religiösen Wahnsinns geopfert, andere mit verrückt gemacht, auch in der Familie. Ich war schon so weit davon entfernt, und dann geht das wieder los. Ich sollte mich damit gar nicht mehr befassen, und lieber wieder meinen anderen Hobbies nachgehen. Kirche kann und darf für mich kein Thema mehr sein.

Allmählich glaube ich wirklich, dass die meisten von euch viel durchgemacht haben, um sich von der Kirche zu trennen. Das ist scheinbar kein so leichtes Spiel, insbesonders nicht bei dieser Kirche, die durch ihren Absolutheitsanspruch und die starke Einbindung ihrer Mitglieder eine Trennung viel schwieriger macht als bei den Taufscheingemeinden und Proforma-Christen.

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