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Seite erstellt am 18.4.24 um 19:37 Uhr
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der Beitrag:
Verfasser: JesseX
Datum: Freitag, den 12. Februar 2010, um 10:55 Uhr
Betrifft: It never seems to come to an end?

Also, erst einmal schönen Dank für den abgekupferten und schlecht strukturierten Text. Aber um noch einmal auf dieses Thema zu sprechen zu kommen:

> Die Führung der Mormonen haben diese Kampagne ins Leben gerufen, finanziell und logistich unterstützt, und somit  ihr Steuerbefreiung riskiert. Und warum? Weil sie sich das RECHT ANMAßEN, zu bestimmen, wie auch Nichtmormonen leben sollen!

Nein, weil sie sich das legitime Recht "anmaßten", sich im Prozeß  eines wichtigen und gesellschaftsprägenden Volksentscheids einzubringen. Nämlich so, wie es andere, hoch organisierte Gruppierungen auch getan haben, nur, daß diese gegen den Verfassungszusatz Nr. 8 waren.

Wenn man das schon hört: sie hätten "social networking" betrieben (Mormonen), sie hätten die Organisationsstrukturen ihrer Kirche dazu benutzt, und es gab interne Anleitungen und Anweisungen sowie Geldspenden usw. Selbst wenn? Neben ihrer Mitgliedschaft in der LDS-Kirche sind diese Leute auch noch US-Staatsbürger und Einwohner Kaliforniens und somit legitimiert, ihre Wertvorstellungen in einen Willensbildungsprozeß wie dem Plebiszit zur Prop. 8 einzubringen.

Wer ihnen dieses Recht absprechen will, ist kein Demokrat. Sich zu organisieren und somit gemeinsam eine Sache zu vertreten ist durchaus üblich bei derartigen Grundsatzfragen. Und wenn Homosexuelle dies tun, und in ihrer krankhaften Agitationsdynamik über ihre Verbände und Netzwerke solche Entscheidungsprozesse zu manipulieren versuchen, durch Medienkampagnen verstärkt, ist dies vollends legitim? Fakt ist, daß der Verfassungszusatz in Kalifornien angenommen wurde und somit die homosexuelle "Lebensgemeinschaft" dort keine rechtliche Anerkennung findet.

Und wie kann man behaupten, daß die "Führung der Mormonen" diese Kampagne etwa ins Leben gerufen haben soll? Solch eine naive und unfundierte Aussage zu treffen und sich gleichermaßen mit dem Mantel des seriösen Scheins zu kleiden, ist wieder einmal typisch und entsprechend zu bewerten. Nein, wenn sich Mitglieder einer Kirche organisieren, und selbst unter Nutzung ohnehin vorhandener Strukturen, ist dies legitim. Würde dies unter strikter Trennung ihrer Kirchenmitgliedschaft geschehen, wären sie immer noch stigmatisierbar und  ihrer Religionszugehörigkeit wegen angreifbar. Es käme auf das Selbe hinaus. Wo soll die imaginäre Grenze gezogen werden? Wann agiert man als Mitglied einer religiösen Gemeinschaft und wann als Privatperson? Da das Eine nicht vom Anderen zu trennen ist, sollte man nichts Illegitimes hierin erkennen können.

Ob die LDS-Kirche theoretisch damit ihre steuerlichen Vorteile riskiert, ist zumindest fraglich. Und selbst wenn, sollte es doch deine Sorge gewiß nicht sein. Aber als Diskreditierungsaspekt erscheint dir diese Unterstellung stets aufs Neue nützlich.

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