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Beitrag 42 von 44 Beiträgen.
Seite erstellt am 29.6.22 um 21:27 Uhr
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der Beitrag:
Verfasser: justMe
Datum: Montag, den 14. Dezember 2009, um 9:14 Uhr
Betrifft: alles Ansichtssache

> Es erscheint mir jedoch so, als ob uns Welten trennen würden.

Wir kennen uns doch gar nicht, Gipfelstürmer. Und Du wirst doch nicht von meinen paar wenigen kurzen Sätzen auf meine Persönlichkeit schliessen?

> Ich bin zum Beispiel nicht der Ansicht, dass alle Fragen geklärt sind, wenn man „normales“ Verhalten mit „gesellschaftlich anerkanntem“ Verhalten gleichsetzt. Das sagt für mich überhaupt nichts aus.

Vielleicht, weil Du den Unterschied noch nicht erlebt hast. (Vorsicht, ich pauschalisiere jetzt nochmal zur Vereinfachung!) Mormonen gehen im Allgemeinen davon aus, zu wissen, wie man am besten mit ausgetretetenen Mitgliedern (kannst auch wahlweise Homosexuellen, Nichtmitgliedern, Alleinstehenden, Jugendlichen ... einsetzen) umgeht. Meist sind da Verhaltens- oder Denkweisen im Spiel, die dem normalen Verhalten der Gesellschaft entgegenstehen. Für die Mormonen bleibt aber ihr eigenes Verhalten trotz allem Normalverhalten. Deswegen hatte ich das irgendwo in meinen Ausführungen mal getrennt.

Bei mir im speziellen war es so gewesen, dass die Mitglieder meinten, sich mir gegenüber ganz normal zu verhalten. Mit allem Schimpf den man da über mich gebracht hat, mit allem Vermeidungsverhalten ... weil man müsse ja vorsichtig sein, wenn einer nicht mehr dasselbe Zeugnis hat wie sie u.s.w. Natürlich kamen sie weiter zum Heimlehren. Aber ich wollte das eben nicht mehr. Als Freunde wären uns diese Menschen jederzeit willkommen gewesen. Aber sie kamen nicht mehr. Sie kamen zum Heimlehren, sie kamen um daran zu erinnern, dass man sonntags in der Kirche zu sein habe, um loszuwerden, wie heftig Satan in mir ist, sie kamen um die Kinder in die PV zu holen oder ihre obligatorischen Weihnachtsplätzchen abzugeben ... ... aber als Mensch und Freund standen sie nicht mehr zur Verfügung. Es war einfach schwierig.

Ich hatte aber dieses Problem in meinem nichtmormonischen Umgangsfeld absolut nicht. Da war und ist es egal, welcher Religion man angehört. Da ist man einfach Freund. Mehr nicht. Keine Superduperbelehrungen, dafür umso mehr Herzenswärme.

> Menschen sind sehr verschieden.

Siehst Du, und hier hätten wir ja dann doch noch eine gemeinsame Ansicht gefunden;-)

> Es gibt wohl extrem viele Ansichten im Hinblick darauf, welches Verhalten in einem konkreten Fall gesellschaftlich anerkannt ist.

Klar. Aber wenn es Mormonen schaffen würden, mit Aussteigern so umzugehen, wie es im gesellschaftlichen Sinne getan wird (Stichwort Toleranz), wenn man es schaffen würde, den Menschen im Menschen zu sehen, nicht den Feind ... dann wär’s irgendwie einfacher für alle Beteiligten.

Außerdem glaube ich nicht, dass es so etwas wie mormonisches, katholisches oder europäisches „Normalverhalten“ gibt. Dein Satz über das mormonische Normalverhalten, das bekanntermaßen nicht in jedem Fall mit dem gesellschaftlichen Normalverhalten gleichzusetzen sei, ergibt für mich vor dem Hintergrund meiner persönlichen Weltsicht keinen Sinn.

Das ist schon klar, Gipfelstürmer. Kann man auch nicht anders erwartet.

> Menschen sind meiner Meinung nach viel zu verschieden, viel zu individuell und viel zu einzigartig, als dass man sie und ihr Verhalten in so grober Weise kategorisieren könnte, wie Du es tust.

Dann lies doch mal zum Spass Thema 27 im aktuellen Priestertumsleitfaden und erzähl’ mir danach nochmal was von der Individualität der Menschen und darüber, dass man sie nicht kategorisieren sollte.

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