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Seite erstellt am 23.4.24 um 22:02 Uhr
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Verfasser: Waldläufer
Datum: Sonntag, den 30. August 2009, um 22:00 Uhr
Betrifft: @Gipfelstürmer

Hallo Gipfelstürmer,

hier bin ich wieder, hat leider etwas länger gedauert! Wollen wir mit unserer Diskussion über die Theologie der HLT-Kirche im Vergleich zu AT und NT weitermachen? Dann möchte ich an meinen letzten Beitrag erinnern, aus dem ich hier der Einfachheit halber einiges kopiere:

"Lieber Gipfelstürmer,

irgendetwas stimmt da nicht. Du zitierst:

    > „Er aber, erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen und rief: Ich sehen den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen".

Davor hat Stephanus lang und breit vom "Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs" gesprochen, der den Zuhörern natürlich vertraut war, denn es war der Gott, den sie im alten Bund verehrten und den die Juden heute noch als einzigen Gott verehren. Dieser "Elohim JHWH" des Alten Testaments bezeugt sich als der Einzige, Unveränderliche, von Ewigkeit zu Ewigkeit derselbe, "ein ewiger Elohim ist JHWH, der Schöpfer der Erde.." (Jes. 40,28).  Und in Jes. 45,5 steht: "Ich bin JHWH und keiner sonst noch, außer mir ist kein Elohim".

Und nun "sieht" Stephanus in einer Vision diesen Gott, den Vater Jesu Christi und Jesus zu seiner Rechten - wo doch Jesus  nach der HLT-Lehre der "Vater" und der Gott des AT ist!  Wie ist diese Doppelfunktion möglich?? Wer sprach dann bei der Taufe und bei der Verklärung  "Dies ist mein lieber Sohn...."?  Die Israeliten verehrten keinen anderen Gott als den Elohim JHWH des AT. Ein zusätzlicher "Elohim", der sich nach und nach zu einem Gott entwickelte, seinerseits Vater und Mutter hatte und mit Maria ein Kind zeugte - diese Vermenschlichung des Ewigen wäre Gotteslästerung hoch drei gewesen."

Dass der Vater Jesu Christi  "der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs ist, der Gott der Väter, der seinen Knecht Jesus verherrlicht.hat....." steht u.a. auch in Apg. 3,13. Und von diesem Gott, sagt Jesus, der Sohn: "Niemand hat Gott jemals gesehen, der eingeborene Sohn ... hat Kunde von ihm gebracht" (Joh. 1,18)  Und Paulus spricht im 1. Timotheusbrief von  "Gott, der allein Unsterblichkeit hat, der da wohnt in einem Licht, da niemand zukommen kann, welchen kein Mensch gesehen hat noch sehen kann...".     Diese Aussagen, teilweise von Jesus selbst, haben für mich mehr Bedeutung als die Vision des Himmels, die Stephanus im Augenblick seines Todes gegeben wurde." -

Soweit ein Teil meines Beitrags vom 15.7.

Heute nun frage ich noch: Welchen "Elohim" hat JS denn gesehen?  Elohim JHWH (Gott Jehova/Jahwe) kann es nicht sein, denn er kann nicht in menschlicher Gestalt gesehen werden. Demgegenüber ist eine zentrale Lehre der HLT-Kirche, dass "Gott einen Körper aus Fleisch und Bein hat, so fühlbar wie der des Menschen..."

Bitte nicht vergessen, dass "Elohim" ganz allgemein "Gott" heißt - auch für die heidnischen Götzen und dass der Ausspruch "Ich bin JHWH, euer Elohim"  mehr als 500 Mal quer durchs ganze  AT vorkommt. Wer ist dann der (namenlose) "Elohim"  im Tempelritual???

Ich hoffe, Du findest den Gedankenzusammenhang wieder, leider sind  ja seither (durch meine Abwesenheit) sechs Wochen vergangen.

Freundliche Grüße vom

Waldläufer

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