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Beitrag 12 von 23
zum Thema Buchtipp
Seite erstellt am 23.4.24 um 23:47 Uhr
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Verfasser: Renate
Datum: Freitag, den 4. Januar 2002, um 12:35 Uhr
Betrifft: Noch ein paar Worte dazu ...

>Wenn das stimmt, warum ist es aber moeglich, dass ein riesengrosses Volk ueber sehr lange Zeiten hindurch, weitgehend bestimmt durch ihre religioesen Glaubensinhalte, fleischlos  lebt? Gemeint sind die Hindus und im Prinzip die meisten welche nach den Grundlagen des Mahabaratha-Epos leben, also auch die Bhakti-Systeme und wie sie alle heissen.

Und wer sagt dir, dass diese Menschen wirklich gesund waren und alt wurden? Und keinerlei Mangel hatten/haben? Ich könnte dir jetzt Belege dafür liefern, dass eine fleischlose Kost sehr ausgewogen sein muss um den Körper optimal zu ernähren. Doch ich habe jetzt keine Lust dazu die Unterlagen herauszusuchen, ausserdem geht es hier auch nicht darum.

>Ich bin ehrlich! Ich habe 1987 mit Fleischessen aus gesundheitlichem Grund mit Erfolg aufgehoert. Danach kam das moralische Argument dazu: Wozu benoetige ich Fleisch, wenn die Nahrungspalette ohne Fleisch reichhaltig genug ist.

Hast du auch schon mal darüber nachgedacht was geschehen würde wenn alle Menschen Vegetarier würden? Das bedeutet, dass sehr viel mehr Pflanzenerträge benötigt werden. Und da die Menschen, meist aus Bequemlichkeit oder auch nur Dummheit, dazu neigen alles falsch zu machen bedeutet das auch sehr viel mehr Chemie, sehr viel mehr Eingriffe in die Natur durch riesige neue Monokultur - Plantagen,  Ob das die bessere Lösung wäre? Mal abgesehn vom Leid der Tiere, das selbstverständlich bekämpft und verhindert gehört und auch gar nicht nötig ist!

>Wenn ich als Stadtbewohner in keinem Supermarkt Fleisch kaufe, tu ich sehr wohl etwas gegen das Schalchthausgreuel. Es ist enorm wenig, aber ist ist etwas.

Aber zu wenig. Denn das Schlachtverhalten wird sich dadurch niemals ändern. Zu viel Fleisch wird einfach vernichtet oder zu Tierfutter verarbeitet, womit man dann die echten Pflanzenfresser zu Kannibalen macht, was uns BSE eingebracht hat.

> Die Natur ist u.a. auch ein Kreislauf von fressen und gefressen werden. Denn Leben braucht Nahrung um zu existieren.Auch der Mensch wird letztendlich gefressen, von Bakterien, aber auch Viren und manchmal auch noch von Tieren oder anderen Menschen.

>Dirona, glaubst Du wirklich, dass ich so etwas nicht weiss?

Das habe ich nicht behauptet. Nimm Diskussionen nicht immer so persönlich.;-)

Mich kotzt nur die scheinheilige Doppelmoral der meisten Vegetarier an, die ich immer wieder erleben muss. (Damit bist jetzt NICHT du gemeint) Bitte es nur allgemein zu sehen.

>Ich differenziere noch etwas zwischen Lebensformen mit hoeher entwickelten Nervensystemen die eine hohe Leidensfaehigkeit haben und andern. Schweine sind z.B. weit oben angesiedelt.

Ich differenziere nicht. Denn wie will ich beurteilen, welches Tier und welche Pflanze, auf welche Weise und mit welcher Intensität leidet? Solche Aussagen tönen nach "wenn ich dir dabei nicht in die Augen sehen muss und dich nicht schreien höre, dann kann ich dich töten". Was wieder bedeutet: "Es geht mir nicht um dein Leben, sondern um mein persönliches Leiden, dass ich bei deinen Schmerzensschreien und deinem Blick empfinden würde". Das ist Egoismus, kein edles Verhalten, als das es gern dargestellt wird.

Wir alle töten in unserem Leben immer wieder. Das geht kaum anders. Wieso dann diese Doppelmoral? Rhetorische Frage: Ist das Leben eines Flohs, einer Ratte, einer Mücke wirklich weniger wert, als das eines Schweines oder einer Kuh, nur weil wir es selbstherrlich so bestimmen?

Was ich damit sagen wollte: Ein Vegetarier, der aus Gründen der Moral kein Fleisch isst und damit auch noch prahlt ist in meinen Augen ein Heuchler! Auch nur allgemein gesagt, wer sich angesprochen fühlt ist selber schuld.

>Wenn Du etwas Fleisch zum Leben brauchst, kein Problem, tu es, ich achte Dich genau so.

Lieb von dir, danke.;-) Aber ich brauche kein Fleisch zum Leben, nicht im Sinne von Verlangen oder Sucht. Ich esse es nur ab und zu. Und wir sind hier in Wien in der glücklichen Lage, Fleisch von artgerecht gehaltenen Tieren, die auch noch biologisch ernährt werden, kaufen zu können. Es ist zwar um einiges teurer, als "normales" Fleisch, aber das ist auch gut so! Und da die Österreicher relativ rasch reagiert haben, kann man seit einigen Jahren auch in jedem Supermarkt dieses Fleisch, nebst zahlreichen anderen biologischen Produkten, von Gemüse über Milchprodukte, Eiern und auch Teigwaren und Brot kaufen. Praktisch alles was man zum Leben braucht. Da die Nachfrage für Milchprodukte und Brot besonders groß war, kosten diese Lebensmittel auch inzwischen keinen Groschen mehr, als herkömmliche. Und es wird weiter ausgebaut und streng kontrolliert. Das nur so nebenbei.

>Uebrigens, die Grausamkeit in der Tierwelt - und sie ist sehr grausam! - ist fuer mich schon genuegend Beweis, dass die Evolution kein goettlicher Schoepfungsakt ist. Es gaebe vielleicht "intelligentere" Alternativen, wer weiss...

Ich kann dir da wirklich nur zustimmen!

Gunar, verzeih bitte diese "Themenabweichung", aber das musste auch mal gesagt werden. Du kannst es ja wieder löschen.;-)

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