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Beitrag 15 von 39 Beiträgen.
Seite erstellt am 4.7.22 um 11:50 Uhr
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der Beitrag:
Verfasser: bjoerny
Datum: Montag, den 7. April 2008, um 21:32 Uhr
Betrifft: Josephus und Co

Vielen Dank für deinen Beitrag!;-)
Hier noch einige Gedanken dazu sowie ’ne kurze Inhaltsangabe meiner einst religiösen Verworrenheit.

> Von Jesus gibt es nur eine mir bekannte Quelle ausserhalb der Evangelien die ihn erwähnt, nämlich Josephus Flavius, der Historiker.

Und Josephus stimmt, zumindest im Groben, mit den Evangelienberichten überein. (Übrigens: Es existieren hunderte Quellen mehr, z. B. weitere 200 nichtkanonische „Evangelien“.)

> Das machen nur die Christen die alle anderen zwingen wollen auch mit Gewalt ihre Story zu glauben.

Jemand, der andere zwingen will, den christlichen Glauben anzunehmen, ist kein Christ. Die Kreuzzüge wurden auch nicht von Christen begangen, sondern von sektiererischen Katholiken.

> Wie ich dazu komme zu behaupten Jesus wäre ein Aufrührer gewesen ... na ganz einfach. Der Gute hat massiv gegen das herrschende System angekämpft.

Aber woher willst du das wissen?? Du sagst doch, dass die Geschichten um Ihn ohnehin nicht stimmen! (Das müsste dann ja auch für die Gerüchte um Seinen angeblichen Aufruhr gelten.)

> Das hat ungefähr so funktioniert wie heute die Neonazis funktionieren.

Und das funktioniert in der Vermittlung atheistischer Weltbilder nicht anders … Sieh dir Richard Dawkins an, den neuen Sektenführer der Atheisten =P

> Wer sagt dir das ich nicht jahrelang all den Mist geglaubt habe der in der Bibel steht, das ich nicht genau so gelebt habe wie all die Gutmenschen die sich Christen nennen?

Nein, du hast es nicht geglaubt; sonst hättest du den Inhalt des Evangeliums verstanden.

> Auch meine "Lehrgrundlage" war jahrzehnte lang die Bibel.

Das kann ich erst glauben, wenn du mir mindestens 15 biblische Basislehren ausführlich darlegen kannst.

FAZIT:
Du bist, wie viele in diesem Forum, einmal ein eifriger religiöser Mensch gewesen, aber von der Religion enttäuscht worden.
Lass dir sagen: Auch ich habe meine Erfahrungen im Labyrinth religiöser Anschauungen gemacht, und auch ich bin vielfach enttäuscht worden.
Ich habe gemerkt, dass fast alles nicht das hergibt, was es verspricht, Und auch ich habe angefangen zu zweifeln.

Doch in meiner dunkelsten Stunde, in der Stunde Null meines Christenlebens, habe ich erkannt, dass der Fehler nicht in der Religion lag, geschweige denn bei Gott, sondern bei Menschen, die Fehler machen – bei Menschen wie dir und mir.
Wenn jemand einen neuen Audi A5 hat und ein besoffenes Kind ans Steuer setzt, das den Wagen zu Schrott fährt, ist deshalb der Wagen nicht schlecht. Genauso ist es mit der Religion. Ich kann an dem fehlerhaften Verhalten meiner Mitmenschen nicht die Richtigkeit religiöser Gedanken messen. Die Fehler anderer begegnen mir auch anderswo, außerhalb religiöser Gemeinschaft.
Auch ich stand unter Doktrinen. Doch irgendwann – Gott hta mich so lange auf eine Antwortw arten lassen, bis ich kurz vor einem Nervenzusammenbruchb stand – habe ich meinen Fehler nicht nur erkannt, sondern auch die Lösung gesehen: Bisher hatte ich mich auf Menschenwort verlassen; ab nun sollte ich „alles prüfen“, ohne mich an Konzilien und führenden Persönlichkeiten zu orientieren.
Da habe ich plötzlich die Wahrheit erkannt: dass Jesus Christus frei macht von allen institutionellen und dogmatischen Zwängen; dass der Glaube an Ihn einzig und allein heilsam ist – und nicht irgendeine dogmatisch festgelegte Sektenlehre. Erstmals habe ich begriffen, was „Erlösung“ heißt: Der Sohn Gottes hat meinen Platz im göttlichen Gericht eingenommen, um mir eine Verurteilung zu ersparen. Er hat meine Schuld bezahlt und mich so mit Gott versöhnt. Erst seit ich das begriffen habe, ist wirklich Frieden in meinem Herzen. Was man mich zuvor gelehrt hatte, war eine verwässerte Version vom Evangelium; doch plötzlich öffneten sich beim Bibellesen für mich alle die wunderbaren Zusammenhänge. JESUS ist der Weg – keine Kirche!! ER vermittelt zwischen mir und Gott – und keine Sekte!!
Seit ich dessen gewiss bin, weiß ich auch, dass der Glaube an Ihn (die persönliche Annahme des Opfers Christi) das ist, was einen Menschen selig macht. Jede Institution, von Menschen geführt, legt uns die Fesseln der Sklaverei an; doch Christus will uns davon befreien. Wir sollen Seiner Stimme im Gehorsam folgen und uns kein schlechtes Gewissen von solchen einreden lassen, die es versäumen, auf Christus als Retter hinzuweisen und sich stattdessen selbst als Heilsbringer zu tarnen.

Bedenke: Bei den Mormonen hat man dir weder die Bibel richtig ausgelegt noch hattest du jemals die Möglichkeit, den (wahren) Frieden Christi zu finden; einerseits, weil die Mormonen falsch lehren und sie dich mit ihren Doktrinen und Absolutheitsansprüchen versklavt haben (sie besitzen nicht das frei machende Evangelium von Jesus, weshalb man bei ihnen auch keinen Frieden finden wird, sondern höchstens einen frommen Scheinfrieden, der letztlich nicht befriedigt und zur Enttäuschung führt). Das heißt jedoch nicht, dass es diesen wahren Frieden Christi nicht gibt!! Andererseits hast du jeden Glauben an Christi Frieden verloren und kannst ihn deshalb nicht besitzen. Bedenke: Es ist nicht Jesu Schuld, dass du enttäuscht wurdest, sondern armselige Menschen, selbst verblendet, haben dich enttäuscht. Nicht Gott ist der Schuldige, sondern die, welche sich ganz dreist als Sein Bodenpersonal betrachten. Gib Gott eine Chance!! Du hast Ihm keine gegeben, weil du das Vertrauen zu Ihm davon abgängig machst, ob man Seinem selbsternannten „Bodenpersonal“ vertrauen kann. Das kann man aber offenbar nicht. Doch auf Gott vertrauen und auf Menschen vertrauen ist nicht dasselbe! Im Gegenteil, die Bibel sagt: „Vertraut nicht auf Edle, auf einen Menschensohn, bei dem keine Hilfe ist!“ (Psalm 146, 3). Wir müssen zur eigentlichen Quelle zurück: zu Gott, und nicht zu Menschen, die glauben, etwas Besseres zu sein.

Jesus will uns von jeder menschlichen Knechtschaft befreien (auch von religiöser):

„Jesus sprach nun zu den Juden, die ihm geglaubt hatten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaft meine Jünger; und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen. Sie antworteten ihm: Wir sind Abrahams Nachkommenschaft und sind nie jemandes Sklaven gewesen. Wie sagst du: Ihr sollt frei werden? Jesus antwortete ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Jeder, der die Sünde tut, ist der Sünde Sklave. Der Sklave aber bleibt nicht für immer im Haus; der Sohn bleibt für immer. Wenn nun der Sohn euch frei machen wird, so werdet ihr wirklich frei sein.“ (Johannes 8, 31-36).

Gute Nacht! =)
Björn

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