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Verfasser: svenx
Datum: Freitag, den 14. März 2008, um 20:55 Uhr
Betrifft: Gute Analyse

>Die Sache mit der Konditionierung in frühen Jahren wurde ja auch gern in der HJ und FDJ generalstabsmäßig angewandt. Sogar das Zugpferd der Lagerfeuer-Romantik wird durch die intensive Föderung des Pfadpfinderwesens sowie später durch JAE-Tagungen, etc. bedient. Nur sind die Mormonen wesentlich effektiver, weil die "Erziehungsberechtigten" ebenfalls meist voll auf Kurs sind. Wo die Eltern von HJ- oder FDJ-Kindern noch gegensteuern konnten, entfällt dieser Mechanismus in bei den HLT (fast) ganz. Da hilft noch nicht einmal mehr die Pubertät, denn Auflehnung gegen die Alten fällt aufgrund der hunderttausendfach erfolgten Suggestionen scheinbar aus.

>Das Ziel scheint von allen letztlich das Gleiche zu sein, auch wenn sich die Wahl der Mittel und die Regierungsform natürlich völlig unterscheiden. Allen ist obendrein die Formel gemein: "Wer nicht für uns ist, der ist gegen uns!". Da werden selbstverständlich auch Witze oder gar Hetze gegen andersdenkende gemacht. Das ist menschlich und gibt es überall. Die Mormonen machen das nur versteckter, doch zum Glück lassen sich selbst besonders beherzte HLT auch mal dabei filmen.

eine vollkommen richtige analyse. bei dern jugendtagungen kommen noch die überschwenglichen gefühle der pubertät hinzu, der ein oder andere verliebt sich - und dazu kommen die legendären, tränenreichen zeugnisversammlungen, bei denen dann die jugendlichen zugeben, dass das leben nicht leicht ist, sie aber unendlich dankbar sind, dass es die kirche gibt und das verzicht gut ist.

eine gefährliche mischung... der gegenpol ist das normale leben, an dem aber nicht wirklich teilgenommen wird, da die meisten aktivitäten ja eher weltlicher natur sind und man sich davor hütet.

viele von denen die aus der kirche in der pubertät "herausschlittern" ohne zu verarbeiten, haben ein leben lang schuldgefühle und hoffen, dass es sie in der terrestialen welt nicht allzu hart trifft.

wie ich immer sage: ich finde das system für die kinder am schlimmsten: da wird neben den normalen herausforderungen des lebens so viel unnötiger druck und gehrinwäsche aufgebaut, dass es mir wirklich regelmäßig schlecht wird, wenn ich nur daran denke...

man denke nur an die sonntägliche frage, ob man würdig ist das abendmahl auszuteilen, oder ob man genug in den heiligen schriften studiert hat, um an den totentaufen teizunehmen, oder an die umfangreichen prüfungen zum seminar... dazu kommen unszählige meetings zum jugenpfahlsamstag, JM/JD usw.

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