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Verfasser: Hexe Datum: Sonntag, den 25. September 2005, um 21:45 Uhr Betrifft: Die Gefühle eines ehemaligen Mitglieds
Vorwort:
Wenn ein Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage (HLT) aus der Kirche ausgeschlossen wird, oder von selbst het, spielen sich in diesem Mitglied viele Gefühle ab, die sich teilweise widersprechen.
Menschen, die wegen eines, der mormonischen Regeln zuwiderhandelndem Verhalten ausgeschlossen wurden (so berechtigt ihr Verhalten auch gewesen sein mag, erleben den Ausschluß anders, als ein Mitglied, das alleine geht, und sich Monate oder Jahre vorher darüber Gedanken machte.Ausgeschlossene Mitglieder:
Die erste Phase nenne ich die Trauerphase.
Darin werden sich die ehemaligen Mitglieder bewußt, was sie verloren haben, und manche überlegen dann, ob sie sich dann der Regeln der Mormonen beugen wollen, wobei sie oft sich selbst verleugnen, was oft bei emanzipierten Frauen, Homosexuellen, Transsexuellen und Kirchenkritkern beobachtet wird.
Die zweite Phase möchte ich die Entscheidungsphase nennen.
Darin ist sowohl die Frage beinhaltet, wie es mit dem persönlichem Leben, als auch der Religion weitergehen soll. Freundschaften und Ehen sind oft dann ein Grund, weswegen Menschen sich dafür entscheiden, in eine Kirche zurück zu gehen, die sie weiterhin in Rollen hineinpreßt, die sie nicht unbedingt wollen. Nicht jeder Mensch ist heterosexuell! Nicht jeder Mensch ist von Natur aus treu! Nicht jeder Mensch will in den mormonischen Geschlechtsrollenvorstellungen leben!
Die, die sich entscheiden, außerhalb der Mormonen zu leben, erleben oft, wie ihre mormonische Familie versucht, sie zurück zu gewinnen, und erst, wenn sie signalisieren, das sie in der Welt bleiben wollen, werden sie in ruhe gelassen. Normaler freundschaftlicher Kontak ist aber hier, im Gegensatz zu denen, die freiwillig gingen, möglich!
Die meisten dieser Ausgeschlossenen, entscheiden sich, wenn sie nicht wieder zu den Mormonen zurückgehen, entweder dazu, in eine der etablierten Kirchen zu gehen, oder dazu, sich erneut einer Sekte oder Freikirche anzuschließen.
Die dritte und letzte Phase nenne ich die Identitätsphase.
Hierin entscheidet sich das ehemalige Mitglied entgültig, wohin es gehen will. Welche Religion es leben möchte, und, so es nicht zu den Mormonen zurück will, wie sie mit der mormonischen Vergangenheit umgehen will.Mitglieder, die freiwillig gingen:
Sie haben die erste Phase, die Trauerphase schon in der Zeit ihrer Mitgliedschaft absolviert, als ihnen erste Fragen und Zweifel an der Mormonensekte kamen. Ihre Trennung von den Mormonen, meist eine bewußte Entscheidung, wurde schon hier bearbeitet, und sich innerlich von ihnen getrennt. Auch die Entscheidungsphase wurde hier schon absolviert, ebenso, zumindest in den meisten Fällen, die Identitätsphase. Nur wenige entscheiden sich nach dem Weggang von den Mormonen für eine Mitgliedschaft in einer etablierten Kirche oder einer Sekte. Die meisten sind ungläubig, oder werden Mitglieder alternativer Religionen wie Hinduismus, Judentum, Islam oder dem Heidentum (Schamanismus, Druidentum, Wicca etc).
In jedem Fall suchen sie ihren eigenen, persönlichen Weg, ohne Indoktrination und Vorgaben Dritter!
Sie erleben, das ihre familiären und freunschaftlichen Bezieungen in die Brüche gehen, weil sie sich entschieden haben, außerhalb der Mormonensekte zu sein! Sie erleben, wie oft von mormonischer Seite her über sie Lügen erzählt werden, und sie selbst als Abgefallene gelten.Nachwort:
Hier wird deutlich, das die Mormonen nur für die eine Heimat sind und sein können, die sich deren Regeln unterwerfen, und die über deren Fehler und falschen Prophezeiungen hinwegsehen und diese leugnen können. Für alle anderen ist diese Kirche das, was auch schon George W. Bush für die amerikanische Politik ist : MÜLL!
Hexe
die Austrittswillige