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Verfasser: Trzoska
Datum: Mittwoch, den 6. April 2005, um 21:54 Uhr
Betrifft: Gott?

> Auch das könnte ich so unterschreiben, mit der einen Ausnahme, dass ich dieses "Etwas", das ich empfinde, nicht Gott nennen würde. Vielleicht nur weil dieser Begriff so permanent missbraucht worden ist und noch wird. Vielleicht aber auch, weil ich für dieses "Etwas" weder eine Definition noch davon eine Vorstellung habe. Ich benenne es also einfach nicht, aber ich lasse mich auf die Erfahrung mit "diesem Etwas" ein.
Das sehe ich genauso, nur bin ich in letzter Zeit dazu übergegangen, doch dieses Wort zu gebrauchen, zum Einen, um mich mit anderen darüber verständigen und eine Brücke schlagen zu können und zum Anderen, um selbst dieses "Etwas" ansprechen zu können; denn ich bin sicher, dass dieses "Etwas" vollkommener ist als wir und alles andere und somit auch auf menschliche Weise erreichbar und nicht unnnahbar ist. Will sagen, dass ich mit diesem Etwas auch sprechen und es um Hilfe ersuchen möchte. Das geht leichter, wenn ich es vorerst mit "Gott" betitele, als wenn ich sagen müsste: Liebes allmächtiges Etwas! Ich sträube mich allerdings, nach Mormonen- oder anderer Weise "Vater im Himmel" zu sagen, weil dann Gott (oder dieses Etwas) in eine Form oder Vorstellung gepresst wird, die ich für einseitig und nicht angemessen halte. Ich habe das Gefühl, dass Gott eher "Freund" ist, als ein Vater.
Ich habe in letzter Zeit das Gebet als Meditationsform wiederentdeckt. Und zwar glaube ich, dass dieses Etwas, Gott, Überich oder wie auch immer in der Lage ist, meinen Zustand wahrzunehmen und zu kennen, so dass ich nur einige wenige Worte benötige, um meinen Wunsch, meine Bitte, meine Absicht oder mein Ziel zu formulieren. Ist ja auch eine Weisheit vom Nazarener: Ihr sollt nicht plappern wie die Heiden... Nachdem ich meine Frage oder Bitte an "Gott" gerichtet habe, verwende ich unter Umständen Stunden damit (besonders, wenn mir was auf den Nägeln brennt), der Antwort zu lauschen, wobei mir beim Abschweifen der Gedanken, die Wiederholung der formulierten Frage oder Bitte hilft, die Achtsamkeit wieder zu finden. Und ich kann sagen, es funktioniert. Ich erlebe, dass "Gott" wieder Einfluss auf mein Leben nimmt.
Man kann auch sagen, dass man auch mit dieser Methode in die Nähe des Tao rückt und die Klärung des Umfeldes wahrnimmt.

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